Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Ludwig Tieck

Johann Ludwig Tieck wurde am 31. Mai 1773 als Sohn eines Seilermeisters in Berlin geboren und starb am 28. April 1853 ebenfalls in Berlin. Er war der ältere Bruder des Bildhauers Christian Friedrich Tieck.
Ludwig Tieck, der "König der Romantik", war Dichter, Schriftsteller und Publizist.

Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er Geschichte, Theologie und Sprach- und Literaturwissenschaft in Halle, Göttingen und Erlangen.
Seit seiner Schulzeit war Tieck mit Wilhelm Heinrich Wackenroder befreundet, der ebenfalls Schriftsteller wurde und wie Tieck zu den Mitbegründern der deutschen Romantik zählt.
Tieck, den es zur Schriftstellerei drängte, brach sein Studium ab und kehrte 1794 nach Berlin zurück, wo er in den bekanntesten Salons der Stadt, wie dem von Rahel Levin verkehrte und wichtige Kontakte knüpfte.
Zu jener Zeit verfasste Tieck zahlreiche Romane, Gedichte, Dramen, Kunstmärchen und Erzählungen. Viele Werke veröffentlichte er unter den Pseudonymen Peter Lebrecht oder Gottlieb Färber.

1798 heiratete Tieck die Tochter des in Hamburg wirkenden evangelisch-lutherischen Predigers Julius Gustav Alberti (1723-1772).
1799 wurde Ludwig Tieck in den Kreis der Jenaer Frühromantik aufgenommen. Zu diesem Kreis gehörten u.a. auch Fichte, Friedrich Schlegel, August Wilhelm Schlegel, Schelling, Brentano und Hardenberg.
Von 1801 bis 1819 lebte Tieck abwechselnd in Ziebingen (heute Polen, 24 km südöstlich von Frankfurt/Oder) und Berlin. 1804 reiste Tieck nach Italien, später auch nach England und Frankreich.
1819 siedelte Tieck nach Dresden über, wo er 1825 als Dramaturg am Hoftheater tätig war.
Bekannt wurden seine regelmäßig stattfindenden dramatischen Vorlesungen.

1841 holte Friedrich Wilhelm IV den Schriftsteller nach Berlin und berief ihn in den auf Initiative von Alexander von Humboldt 1842 gegründeten Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste.
Obwohl Tieck im Alter finanziell abgesichert war, konnte er seinen Lebensabend nicht unbeschwert genießen, denn die Folgen eines Schlaganfalls und Vereinsamung trübten seine letzten Lebensjahre.
Ludwig Tieck starb am 28. April 1853 in seiner Heimatstadt Berlin einen Monat vor Vollendung seines 80. Geburtstags. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Evangelischen Dreifaltigkeitsfriedhof II im heutigen Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, wo er von der Stadt Berlin ein Ehrengrab erhielt.

zurück zur Liste

Seitenanfang


[Home][Geschichte][Über mich][Fotos][Hohenzollern][Sightseeing][Links][Impressum][Sitemap]
Copyright (c) 2009 Brigitte Ferlet. Alle Rechte vorbehalten.