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Strandbad Müggelsee

Berlin, Strandbad Müggelsee Das im Ortsteil Rahnsdorf, im Berliner Bezirk Köpenick, gelegene Strandbad Müggelsee wurde Anfang des letzten Jahrhunderts errichtet und steht heute unter Denkmalschutz.
Das einst als "Riviera des Ostens" gepriesene Strandbad wurde 1930 nach Plänen des Architekten Martin Wagner erbaut. Seither hat die Anlage so manche bauliche Veränderung erfahren.
Der Müggelsee, an dessen Nordufer das Strandbad liegt, ist mit seinen rund 7,5 km² der größte der Berliner Seen. Er wird von der Spree, die hier Müggelspree heißt, durchflossen.
Das Bad verfügt über einen 180 m langen Natursandstrand und ein Gesamtareal von 211.000 m², das bis zu 25.000 Besuchern Platz bietet, einschließlich einem FKK-Bereich.
Da das Ufer sehr breit und flach ist, ist es besonders gut für Nichtschwimmer und Kinder geignet.

Zwar wurde an dieser Stelle des Müggelsees schon früher gebadet, die ersten sanitären Einrichtungen und Umkleidekabinen wurden aber erst 1912 errichtet. Schon im ersten Jahr erwies sich das Strandbad mit 177.000 Badegästen als Besuchermagnet.
Nach einem Großbrand im Jahr 1928 erfolgte 1929/30 der Bau einer neuen Anlage, die wesentlich größer ausfiel als die alte. Zudem erhielt das Strandbad eine Terrasse mit Freitreppe, eine Verwaltung, Duschen, Toiletten und einen Bootsverleih. Auch eine Badeaufsicht sorgte nun für die Sicherheit der Gäste.
Die Anbindung an eine Straßenbahnlinie schließlich machte das Freibad noch populärer.

Die Weltjugendfestspiele von 1951 bescherten dem Strandbad eine Sanierung. Ende 1970 erfuhr das Strandbad eine erneute Sanierung, diesmal zusammen mit einer beträchtlichen Erweiterung. Auch Gastronomie, Sauna und Kegelbahnen wurden in die Anlage integriert.

Heutzutage ist vom Glanz der vergangenen Jahrzehnte nicht mehr viel zu spüren. Zwar erfreut sich das Bad noch immer großer Beliebtheit, aber die Anlage ist marode und die Gebäude verfallen.
Schon 2006 trennten sich die Berliner Bäderbetriebe von dem unwirtschaftlich gewordenen Objekt, da eine Sanierung Unsummen verschlingen würde.
Immerhin gewährleistete der Verein"Bürger von Rahnsdorf" zumindest einen provisorischen Betrieb. Auf Eintrittsgelder wurde verzichtet.

Lange genug dauerte es, bis der Bezirk Treptow-Köpenick zusammen mit dem rechtmäßigen Eigentümer, den Berliner Forsten, sich für ein tragbares Konzept entschied und einen Investor fand. Geplant war die komplette Sanierung der Anlage und darüberhinaus zusätzliche Erweiterungsbauten, in denen u.a. ein Sportzentrum und eine Kita Platz hätten finden sollen.
Nun aber gibt es Unstimmigkeiten zwischen Behörde und Investor und so scheint doch alles wieder in der Schwebe und das Schicksal des Bades weiterhin ungewiss.
Und so bleibt vorerst alles wie gehabt. Das Gelände steht auch weiterhin den Bürgern ganzjährig als Naherholungsstätte kostenlos zur Verfügung.

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