Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Heinrich Strack

Johann Heinrich Strack wurde am 6. Juli 1805 als Sohn des Hofmalers Anton Wilhelm Strack in Bückeburg geboren und starb am 13. Juni 1880 in Berlin.
Er war ein deutscher Architekt und Vertreter des Klassizismus.

Strack, der an der Berliner Bauakademie und der Akademie der Künste studierte, legte 1825 erfolgreich die Feldmesser- und zwei Jahre später die Bau-Kondukteurprüfung ab. Ab 1825 war Strack sieben Jahre im Atelier von Karl Friedrich Schinkel tätig und arbeitete u.a. im Berliner Stadtschloss, aber er arbeitete auch für Friedrich August Stüler, mit dem er Freundschaft schloss und Studienreisen nach Russland, England und Frankreich unternahm.
1838 qualifizierte er sich zum Baumeister.

1841 erhielt Strack eine Professur an der Kunstakademie, 1842 wurde er Hofbauinspektor und 1854 erhielt er eine Professur an der Berliner Bauakademie und wurde Stülers Nachfolger. 1875 wurde Strack zum Geheimen Oberhofbaurat ernannt.
Strack übernahm vorwiegend Bauaufträge für Prinz Wilhelm, dessen Sohn Friedrich er auch Zeichenunterricht erteilte.
Strack vollendete das Schloss Babelsberg und errichtete auf dem Königsplatz das Palais des Grafen Raczynski, das aber schon wenige Jahre später dem Bau des Reichstagsgebäudes weichen musste und deswegen abgerissen wurde. Außerdem entwarf er die Siegessäule, das Nationaldenkmal der Deutschen Einigungskriege, das 1871 eingeweiht wurde.
Doch Strack arbeitete nicht nur für den Hof sondern auch für private Bauherren, wie beispielsweise den Berliner Großindustriellen August Borsig.
1876 ernannte ihn Wilhelm I zum "Architekten des Kaisers".
Am 13. Juni 1880 starb Johann Heinrich Strack in Berlin kurz vor Vollendung seines 75. Geburtstags. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte. Die im Marmortempel untergebrachte Porträtbüste stammt von Alexander Calandrelli und ist eine Kopie.

Viele Bauten, die Strack errichtete, wurden entweder im Krieg zerstört, abgerissen oder durch Neubauten ersetzt wie beispielsweise das Palais Raczynski, die Petrikirche, des Palais des Prinzen Wilhelm, die Eisengießerei und Maschinenbauanstalt Borsig usw.

Erhaltene Bauwerke in Berlin

Erweiterung des Kronprinzenpalais in Berlin-Mitte
Säulenhallen der Torhäuser des Brandenburger Tores
Siegessäule, Berlin-Mitte
Treppenanlage und Bauausführung der Alten Nationalgalerie, Berlin-Mitte
Joachimsthalsches Gymnasium, Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Belle-Alliance-Brücke (heute Hallesche-Tor-Brücke) über den Landwehrkanal, Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg

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