Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Schöneberg

Berlin, Rathaus Schöneberg Schöneberg, das seit dem 01.01.2001 zusammen mit Tempelhof einen Doppelbezirk bildet, grenzt an Tempelhof im Südosten, Steglitz im Südwesten, Wilmersdorf im Westen, Charlottenburg im Nordwesten, Mitte im Norden und Kreuzberg im Nordosten.
Schöneberg verfügt über eine Fläche von 10,61 km² und hat ca 121.000 Einwohner.

Erwähnt wird Schöneberg erstmals in einer Schenkungsurkunde von 1264.
Am 1. April 1898 erhielt Schöneberg die Stadtrechte, die es aber bereits 1920 wieder verlor, als es von Groß-Berlin einverleibt wurde.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bayrisches Viertel errichtet, das schon bald zu den bevorzugten Wohnlagen Berlins gehörte und auch heute noch gehört. Da hier auch viele Juden lebten, wurde 1909 in der Münchener Straße eine orthodoxe Synagoge erbaut.
Im Bayrischen Viertel lebten u.a. der Physiker Albert Einstein, die Journalistin Inge Deutschkron, der Autor Marcel Reich-Ranicki, die Schriftsteller Alfred Kerr und Kurt Pinthus, die Dichter Arno Holz und Gottfried Benn, der Psychoanalytiker Erich Fromm, der Ausnahme-Schachweltmeister Emanuel Lasker, die SPD-Politiker Eduard Bernstein und Rudolf Breitscheid, der Regisseur Erwin Piscator und die Fotografin Gisèle Freund.
Viele der rund 16000 jüdischen Bewohner des Bayerischen Viertels emigrierten während der Nazi-Zeit aus Deutschland, rund 6000 wurden deportiert.
Alljährlich findet am 9. November am Mahnmal für die Synagoge in der Münchener Straße eine Gedenkfeier für die Opfer der Pogromnacht und des Holocaust statt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden 75 Prozent des Bayerischen Viertels zerstört. Aus den riesigen Trümmerbergen wurde im Süden des Bezirks der Insulaner gebildet. 1947 wurde hier die Wilhelm-Foerster-Sternwarte gegründet, der 1965 das ZEISS-Planetarium folgte.

Schöneberg gehörte während des Viermächte-Status der Stadt zum amerikanischen Sektor.
Das aus dem Jahre 1892 stammende Rathaus Schöneberg beherbergte während der Teilung Berlins sowohl das Berliner Abgeordnetenhaus als auch den Senat.
In dem 70 Meter hohen Rathausturm befindet sich die Freiheitsglocke, für deren Guss Lucius D. Clay, der Vater der Berliner Luftbrücke, seine amerikanischen Landsleute zu Spenden aufgerufen hatte. Das Läuten der Glocke wurde jeden Sonntag vom RIAS, der seinen Sitz in Schöneberg hatte, übertragen.
Nach dem legendären Besuch des US-Präsidenten John F. Kennedy wurde der Rathausvorplatz von Rudolph-Wilde-Platz in John-F.-Kennedy-Platz umbenannt.

Am Winterfeldtplatz befindet sich der größte Wochenmarkt Berlins.
Rund um den Nollendorfplatz ("Nollekiez") traf sich bereits in den 1920er Jahren die schwul-lesbische Szene. Heute gibt es hier die größte LSBTI-Community und das größte schwul-lesbische Stadtfest Europas.

Sehenswertes
Alter St.-Matthäus Kirchhof
Bayrisches Viertel
Dorfkirche Schöneberg
Gasometer
KaDeWe
Lindenhof
Planetarium
Schöneberger Gasometer
Viktoria-Luise-Platz
Wilhelm-Foerster-Sternwarte
Rathaus Schöneberg

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