Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Hermann Schievelbein

Friedrich Anton Hermann Schievelbein wurde am 18. November 1817 als jüngster Sohn eines Tischlermeisters in Berlin geboren und starb am 6. Mai 1867 ebenfalls in Berlin.
Er war ein deutscher Bildhauer.

Schievelbein, der sehr früh seine Eltern verlor, wuchs in der Familie einer älteren Schwester auf.
Nach Abschluss seines Studiums an der Berliner Akademie begann Schievelbein zunächst eine Lehre bei dem Bildhauer Ludwig Wilhelm Wichmann. Danach ging er nach Sankt Petersburg, wo er insgesamt drei Jahre arbeitete und u.a. auch an dem plastischen Bauschmuck des Winterpalastes, der damaligen Hauptresidenz der russischen Zaren, beteiligt war.
Nach seiner Rückkehr gewann Schievelbein 1841 den Großen Staatspreis der Akademie der Künste in Berlin, was ihm ein Stipendium einbrachte, das ihm wiederum eine Studienreise nach Italien erlaubte.
Nach zwei Jahren brach Schievelbein seinen Aufenthalt in Rom ab, um sich der Arbeit an der Marmorgruppe "Athene unterrichtet den Jungen im Waffengebrauch" für die von Karl Friedrich Schinkel entworfene Schlossbrücke in Berlin-Mitte zu widmen.

Neben seiner Tätigkeit als Bildhauer beschäftigte sich Schievelbein auch mit der Modellierung von bauplastischem Schmuck in einer Tonwarenfabrik in Charlottenburg.
Schievelbein, der sich hin und wieder auch religiösen Motiven widmete, schuf mehrere Reliefs und Plastiken für das Berliner Schloss und arbeitete zudem an einem Relieffries für das Neue Museum.
In der Alten Nationalgalerie befindet sich ein von Schievelbein gefertigter Figurenschmuck und im Alten Museum steht die von ihm geschaffene Gruppe "Pegasus von der Muse getränkt".

1853 wurde Schievelbein Mitglied der Berliner Akademie, 1860 wurde er dort Professor und 1866 Mitglied des Senats.
Kurz vor seinem Tod widmete sich Schievelbein dem Denkmal von Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein, das heute vor dem Berliner Abgeordnetenhaus in Berlin-Kreuzberg steht. Die Fertigstellung erlebte er allerdings nicht mehr, denn am 6. Mai 1867 verstarb Hermann Schievelbein in Berlin im Alter von nicht einmal 50 Jahren an einer Brustfellentzündung.
Seine letzte Ruhe fand er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte.

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