Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Route 5

Mit der Tram von Adlershof nach Rahnsdorf

Berlin, Bahnhofstraße Einsatzpunkt der Tram Linie 61 der BVG ist Adlershof im Berliner Bezirk Treptow. Im Südwesten liegt das Gründer- und Technologiezentrum, ein hochmoderner Forschungs-, Medien- und Wissenschaftsstandort und wichtiger wirtschaftlicher Faktor für Berlin und Brandenburg. Auch die Humboldt-Universität lässt hier entwickeln und erforschen.

Unsere Tram fährt durch den nordöstlichen Teil von Adlershof, dem alten Ortskern und hält zunächst am Marktplatz, dann an der Wassermannstraße und an der Ottomar-Geschke-Straße.
Der nächste Halt ist Spindlersfeld in Köpenick, das den Namen der ehemaligen Großwäscherei Spindler trägt, die nicht nur eine Zweigstelle der Firma dort betrieb sondern auch eine Arbeitersiedlung rund um die Mentzelstraße errichtete und 1892 sogar eine Bahnverbindung erhielt.

Hinter dem Köllnischen Platz passiert die Tram die 1890 erbaute Lange Brücke, welche über die Dahme führt und die Altstadt von Köpenick mit der Köllnischen Vorstadt verbindet.
Auf der rechten Seite liegt das Köpenicker Schloss, das heute ein Kunstgewerbemuseum beherbergt, auf der linken Seite erhebt sich das 1905 fertiggestelle Rathaus Köpenick. Vor dem Rathaus steht der in Bronze gegossene Hauptmann von Köpenick.

Die nächste Haltestelle heißt "Freiheit" und liegt gegenüber der Laurentiuskirche, 1841 erbaut auf dem Fundament der Vorgängerkirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Kaiser Friedrich Wilhelm IV höchstselbst war bei der Einweihung zugegen.
Das Haus Freiheit Nr. 8 trägt eine Gedenktafel, welche an die ehemalige Synagoge und die jüdische Gemeinde erinnert.

Nun fahrt die Straßenbahn über die Dammbrücke, deren Vorgängerbau bereits Anfang des 15. Jahrhunderts die Spree überquerte. Auf der rechten Seite wird der Fluß "Alte Spree" genannt. Sie ist 0,7 Kilometer lang, bevor sie dann den Namen Müggelspree trägt.

Von der Lindenstraße biegt die Tram in die Bahnhofstraße ein, neben der Friedrichshagener Bölschestraße die wichtigste Einkaufsmeile Köpenicks. Rechts liegt der Platz des 23. April mit dem von Walter Sutkowski 1969 erschaffenen Mahnmal für die Opfer der Köpenicker Blutwoche, die 1933 von der SA ermordet wurden.
In der Seelenbinderstraße/Ecke Puchanstraße thront das Stadtbezirksgericht, wo die "Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche" Platz findet.

Am Brandenburgplatz passieren wir das Finanzamt Treptow/Köpenick und biegen zunächst in die Bellevuestraße und dann in den Fürstenwalder Damm ein. Dann geht es den Müggelseedamm entlang, der dem Lauf der Müggelspree folgt, bis die Tram schließlich in die Bölschestraße einmündet, früher als "Ku'Damm des Ostens" bekannt. Die knapp 1,5 Kilometer lange Geschäftstraße trägt den Namen des Schriftstellers Wilhelm Bölsche (1861-1939). Den Marktplatz schmückt seit einigen Jahren wieder ein Bronzedenkmal von Friedrich dem Großen, dem Gründer von Friedrichshagen.

Kurz vor dem S-Bahnhof Friedrichshagen biegt die Tram in den Fürstenwalder Damm ein. Nach der Haltestelle "Hartlebenstraße" sehen wir nach wenigen Metern auf der rechten Seite das aus dem Jahr 1893 stammende Wasserwerk Friedrichshagen, das auch ein Museum der Berliner Wasserbetriebe beherbergt.

Der letzte Streckenabschnitt führt uns mitten durch den Wald: Fürstenwalder Damm, Fürstenwalder Damm/Müggelseedamm, Licht- und Luftbad Müggelsee, Strandbad Müggelsee und Rahnsdorf Waldschänke.
Jetzt ist es Zeit, Rahnsdorf zu erkunden, "Neu-Venedig" oder das alte, aus dem 14. Jahrhundert stammende Fischerdorf zu besichtigen oder sich einfach nur am Ufer des Müggelsees zu sonnen.

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