Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Helmut Newton

Helmut Newton wurde als Helmut Neustädter am 31. Oktober 1920 in Berlin geboren und starb am 23. Januar 2004 in Los Angeles/Kalifornien.
Er war ein Mode-, Akt- und Portraitfotograf.

Jugendjahre
Karriere
Tod
Helmut Newton Stiftung

Jugendjahre
Helmut Newton, Sohn eines wohlhabenden jüdischen Knopffabrikanten und einer amerikanischen Mutter, besuchte zunächst das Werner-von-Treitschke-Gymnasium, musste dieses aber wegen der nationalsozialistischen Rassengesetze vorzeitig verlassen. Newton ging danach an die amerikanische Schule in Berlin. Auch dort war sein Aufenthalt nur von kurzer Dauer, denn schon bald trennte man sich von dem lustlosen und faulen Schüler.
1936 begann Newton eine Lehre bei Else Ernestine Neuländer-Simon (1900-1942), einer damals in Berlin renommierten jüdischen Modefotografin, die unter dem Pseudonym Yva arbeitete. Als Yva, die 1942 im Vernichtungslager Sobibor ums Leben kam, ihr Fotoatelier auf Druck der neuen nationalsozialistischen Machthaber schließen musste und die Situation für Juden immer ungewisser und gefährlicher wurde, floh der damals 18-jährige Newton nach Singapur. Auch seiner Familie gelang die Flucht - sie emigrierte nach Chile.

Karriere
Newton fand eine Anstellung als Bildreporter bei der Zeitung "The Straits Times". Allerdings ereilte ihn dort das gleiche Schicksal wie schon zuvor an der amerikanischen Schule in Berlin - er wurde wegen seiner Faulheit gefeuert.
1940 verschlug es Newton nach Australien, wo er sich seinen Lebensunterhalt in der Armee als LKW-Fahrer und Streckenarbeiter verdiente.
1945 eröffnete er ein Fotostudio in Melbourne, 1948 heiratete er die Schauspielerin June Browne, die später selbst als Fotografin unter dem Pseudonym Alice Springs tätig war.

Newton, der inzwischen für die Vogue, später auch für alle bekannten Modezeitschriften und den Playboy arbeitete, legte sein Augenmerk auf einen Aspekt der Modefotografie, den er selbst nicht als "Erotik" bezeichnete sondern als "Sex".
Schon bald gehörte Newton zu den weltweit begehrtesten und bestbezahlten Mode-, Werbe-, Porträt- und Aktfotografen. Wer ihn für ein Porträtfoto engagierte, musste dafür zwischen 30000 und 40000 Dollar bezahlen. Zu seinen Kunden zählten u.a. Gerhard Schröder und Pierre Cardin.

Museen in aller Welt zeigten Newtons Werke, von Zeit zu Zeit eröffnete dieser auch eigene Fotoausstellungen und er erhielt eine Reihe internationaler Auszeichnungen.
Sein erster Bildband, der 1976 unter dem Titel "White Women" erschien, wurde mit dem Kodak-Fotobuchpreis ausgezeichnet.

Tod
Ab 1981 verlebte das Ehepaar Newton die Sommermonate in Monaco und die Wintermonate in Los Angeles, wo der inzwischen 83-jährige Newton am 23. Januar 2004 auf dem Sunset Boulevard beim Verlassen des Hotels Chateau Marmont auf der gegenüberliegenden Straßenseite in eine Hauswand raste und kurz darauf im Cedars-Sinai Medical Center seinen schweren Verletzungen erlag.
Wunschgemäß wurde Helmut Newton in seiner Geburtsstadt Berlin zu Grabe getragen. Am 2. Juni 2004 wurde seine Asche in einem Ehrengrab im Beisein von Prominenten aus Politik und Kultur auf dem III. Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße im Bezirk Friedenau in Berlin-Schöneberg beigesetzt.

Zweifellos gehört Helmut Newton zu den populärsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, über dessen wahre Bedeutung allerdings immer Uneinigkeit herrschte und wohl auch immer herrschen wird. Die einen verehren Newton als einen der bedeutendsten und revolutionärsten Fotografen der Welt, die anderen verdammen ihn als Macho, der Frauen auf erniedrigende, provokante und manchmal auch schockierende Weise darstellte.

Helmut Newton Stiftung
Noch kurz vor seinem Tod hat Helmut Newton eine nach ihm benannte Stiftung gegründet, um das Andenken an ihn und seine Frau wachzuhalten und das künstlerische Lebenswerk der Eheleute in angemessenem Rahmen zu präsentieren.
Der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin überließ er eine umfangreiche Fotosammlung, die im Museum für Fotografie in der Jebensstraße 2 am Bahnhof Zoo in Berlin-Charlottenburg in einer Dauerausstellung gezeigt wird.

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