Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Marzahn

Ortsteile: Alt-Marzahn, Weißensee und Ahrensfelde

Marzahn verfügt über eine Fläche von 19,5 km² und hat rund 110.000 Einwohner. Es liegt im Nordosten Berlins und grenzt an das Bundesland Brandenburg. Die benachbarten Stadtteile sind Hohenschönhausen im Norden, Lichtenberg im Westen, Köpenick im Süden und Hellersdorf im Osten.
Seit der Verwaltungsreform im Jahr 2001 bilden die Berliner Stadtteile Marzahn und Hellersdorf zusammen einen Doppelbezirk.

Die Geschichte Marzahns reicht bis ins Mittelalter zurück. Der Name stammt wahrscheinlich aus dem Slawischen und bedeutet soviel wie "Sumpf", was wiederum auf die Wuhle zurückzuführen wäre, die das Land oft unter Wasser setzte und so die Sümpfe verursachte.
Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird das Angerdorf im Jahr 1300 als Morczane. Daraus geht hervor, dass sich ein Teil Marzahns im Besitz des Nonnenklosters Friedland befand.
Danach war es bis ins 15. Jahrhundert Rittergut.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg, der auch für Marzahn verheerende Folgen hatte, kam es in den Besitz des Großen Kurfürsten und wurde dem kurfürstlichen Amt Köpenick unterstellt.
1764 wurden in Marzahn 19 Siedlerfamilien aus der Kurpfalz ansässig. Sie verhalfen dem Ort zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, indem sie das Land kultivierten und neue, damals in der Region noch unbekannte Gemüse- und Obstpflanzen anbauten.

Ende des 19. Jahrhunderts erhielt Marzahn eine Schienenanbindung und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Marzahn auch an das Gas- und Wassernetz angeschlossen.
1920 wurde der Ort schließlich Teil Groß-Berlins.

1936 entstand in Marzahn eines der größten Arbeitslager für Sinti und Roma. Die meisten der zur Zwangsarbeit rekrutierten Lagerinsassen wurden 1943 in die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen verbracht.

Während der Teilung der Stadt gehörte Marzahn zum sowjetischen Sektor.
Ende 1970 begann die DDR mit dem Bau neuer Straßen und der Errichtung einer Großwohnsiedlung in Plattenbauweise mit bis zu elfgeschossigen Hochhäusern. So wurde in kürzester Zeit für Tausende von Berlinern Wohnraum geschaffen.
Erfreuten sich anfangs diese Wohnungen noch großer Beliebtheit, so wollte nach der Wende kaum jemand mehr diese "Arbeiterschließfächer" beziehen. So begann man Anfang 2004 nicht nur mit einer umfassenden Sanierung sondern auch mit dem Rückbau der elfgeschossigen Plattenbauten zu attraktiven Terrassenhäusern mit maximal sechs Geschossen.
Dieses Konzept war so erfolgreich, dass es inzwischen weltweit Nachahmer gefunden hat.

Vom 13. April bis zum 15. Oktober 2017 erwartet die IGA Berlin unter dem Motto "Ein Mehr aus Farben" rund zwei Millionen Besucher aus dem In-und Ausland. Anlässlich dieser Internationalen Gartenausstellung wurde eine 1,5 Kilometer lange Seilbahn errichtet, die auch nach dem Ende der Gartenschau Marzahn als Attraktion erhalten bleibt.

Sehenswürdigkeiten
Erholungspark "Gärten der Welt"
Bockwindmühle
Alt-Marzahn
Pyramide an der Landsberger Allee (größte Uhr Europas)

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