Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Albert Lortzing

Gustav Albert Lortzing wurde am 23. Oktober 1801 als Sohn des Lederhändlers Johann Gottlieb Lortzing und seiner Ehefrau Charlotte Sophie in Berlin geboren und starb am 21. Januar 1851 ebenfalls in Berlin.
Er war Komponist, Librettist, Schauspieler, Theaterdichter, Sänger, Dirigent und gilt als Hauptrepräsentant der komischen Spieloper in Deutschland und er war der Schöpfer der sozialkritischen Oper.

Lortzing wuchs zunächst in gutbürgerlichen Verhältnissen auf, bis seine Eltern, die sich einst an der Berliner Laienbühne "Urania" kennengelernt hatten, im Jahr 1812 ihr Geschäft aufgaben, um fortan als Gaukler kreuz und quer durch die Lande zu ziehen.
Bereits als 12-jähriger stand Lortzing auf der Bühne und als 14-jähriger spielte er die Hauptrolle in dem Stück "Der Schutzgeist" von August von Kotzebue (1761-1819).
Aber der junge Lortzing begeisterte nicht nur als Schauspieler in Komödien sondern auch als Opernsänger. Singen und Komponieren hatte Lortzing als Schüler beim Direktor der Berliner Sing-Akademie, Carl Friedrich Rungenhagen, erlernt und schon als Kind hatte er Klavierunterricht erhalten.

Am 30. Januar 1824 heiratete Albert Lortzing in Köln seine Schauspielerkollegin Rosine Regina Ahlers (1799-1854). Das Paar bekam elf Kinder, von denen aber nur sechs das Erwachsenenalter erreichten.
Trotz der elterlichen Pflichten stand das Ehepaar auch weiterhin gemeinsam auf der Bühne.

Von 1826 bis 1833 war Lortzing am Hoftheater in Detmold beschäftigt und ging anschließend nach Leipzig, wo am 3. November 1833 das Ehepaar Lortzing zum ersten Mal auf der Bühne des Leipziger Stadttheaters stand. Auch Lortzings Eltern gehörten dem Ensemble an.
Lortzing schloss sich dem Künstlerclub "Tunnel über der Pleisse" an und wurde Mitglied der Leipziger Freimaurerloge "Balduin zur Linde".
Am 22. Dezember 1837 wurde die Oper "Zar und Zimmermann" uraufgeführt.
Lortzing, der immer häufiger in Konflikt mit der Zensur geriet, wurde 1844 Kapellmeister am Stadttheater Leipzig, verließ aber bereits ein Jahr später die Stadt und trat eine Stelle als Kapellmeister am Theater an der Wien an.

Unter dem Eindruck der Märzrevolution entstand die politische Oper "Regina". Obwohl dieses Werk auch als "Revolutionsoper" bezeichnet wurde, war Lortzing kein Revolutionär, wohl aber ein sozial engagierter Künstler, dem es allein um ein gerechtes Miteinander ging.
Allerdings sahen die Ordnungshüter dies anders und so kam die Oper zu Lortzings Lebzeiten nicht zur Aufführung.
Auch die Oper "Rolands Knappen" aus dem Jahre 1849 war sozialkritisch.
Lortzing musste auch in Wien den Hut nehmen und arbeitete als Schauspieler und Gastdirigent in Gera und Lüneburg, bis er 1850 eine Anstellung als Kapellmeister in Berlin am neu eröffneten Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater, dem heutigen Deutschen Theater, fand.

Am 21. Januar 1851, einen Tag nach der Uraufführung seiner letzten Oper "Die Opernprobe" in Frankfurt am Main, starb der schwerkranke und hochverschuldete Albert Lortzing im Alter von 49 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.
Seine letzte Ruhe fand er auf dem Sophien-Friedhof in der Bergstraße in Berlin-Mitte, wo er ein Ehrengrab der Stadt belegt.

Eine Gedenktafel in der Berliner Breiten Straße 12, seinem Geburtsort, erinnert heute an Albert Lortzing.
In der Luisenstraße 53, dem Haus, in dem Albert Lortzing starb, erinnert eine Bronzetafel an den prominenten Sohn der Stadt.
Ein von Gustav Eberlein entworfenes Lortzing-Denkmal steht seit 1906 im Tiergarten in Berlin-Mitte

Lortzing schrieb insgesamt dreizehn Opern, aber nur vier von ihnen sind heute noch einer breiten Öffentlichkeit bekannt:
"Zar und Zimmermann" (Komische Oper, 1837)
"Der Wildschütz" (Komische Oper, 1842)
"Undine" (Romantische Zauberoper, 1845)
"Der Waffenschmied" (Komische Oper, 1846)

Weitere Opern sind:
"Szenen aus Mozarts Leben" (1832)
"Der Weihnachtsabend" (1832)
"Die beiden Schützen" (Komische Oper, 1837)
"Hans Sachs" (Komische Oper, 1840)
"Casanova" (Komische Oper, 1841)
"Rolands Knappen oder Das ersehnte Glück" (komisch-romantische Zauberoper, 1849)
"Die Opernprobe" (Komische Oper, 1851)
Die Oper "Die Schatzkammer des Ynka" aus dem Jahr 1836 wurde niemals aufgeführt und gilt heute als verschollen. Vermutlich hat Lortzing selbst sein Werk vernichtet.
1848 entstand die "Freiheitsoper" "Regina", die aber zu Lortzings Lebzeiten nicht aufgeführt wurde. Die Uraufführung dieser Oper erfolgte erst am 21. März 1899 in der Königlichen Hofoper in Berlin.

Weitere Werke sind:
"Die Himmelfahrt Christi" (Oratorium)
"Ali Pascha von Janina oder Die Franzosen in Albanien" (Singspiel)
"Szenen aus Mozarts Leben" (Singspiel)
"Der Weihnachtsabend" (Vaudeville)

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