Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Kommandantenhaus

Berlin, Kommandantenhaus Gegenüber dem Zeughaus in Berlin-Mitte steht das rekonstruierte Kommandantenhaus (Alte Kommandantur), dessen Vorgängerbau einst das erste Steinhaus in der Straße Unter den Linden war.
Nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges enstand Mitte des 17. Jahrhunderts der Stadtteil Friedrichswerder, benannt nach Kurfürst Friedrich Wilhelm. Die Bauarbeiten leitete der niederländische Festungsbaumeister und Ingenieur des Großen Kurfürsten Johann Gregor Memhardt.
In diesem Zusammenhang entstand auch der älteste bekannte Stadtplan Berlins, ein Grundriss der beiden kurfürstlichen Residenzstädte Berlin und Cölln, der sogenannte "Memhardt-Plan" aus dem Jahr 1652.
Als Erkennung für seine treuen Dienste schenkte der Kurfürst seinem Baumeister ein Grundstück, auf dem sich dieser um das Jahr 1653 ein zweigeschossiges Wohnhaus errichete - den Vorgängerbau des Kommandantenhauses. Es war das erste steinerne Haus auf dem Friedrichswerder und Memhardt sein erster Besitzer.

1795/96 entstand ein neues repräsentatives Gebäude, das ab 1799 als Wohnsitz des Kommandanten der Berliner Garnison diente.
Auch der Schriftsteller Marie-Henri Beyle (bekannt unter seinem Pseudonym "Stendhal") bezog das Gebäude in seiner Funktion als Kriegskommissar der Franzosen, die im Jahr 1806 Berlin besetzten.
Der letzte Kommandant, der dieses Haus bewohnte, war General Paul von Hase, einer der Verschwörer vom 20. Juli 1944, der nach dem gescheiterten Hitler-Attentat verhaftet, verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das durch Bombenangriffe schwer beschädigte Gebäude abgerissen.
1999 verkaufte der Berliner Senat das 967 Quadratmeter große Grundstück für 12,7 Millionen Mark an die Bertelsmann AG und Bertelsmann Stiftung unter der Auflage der detailgetreuen Rekonstruktion der historischen Fassade. Diese erfolgte nicht nur in Bezug auf die Gestaltung sondern auch auf die historische Bausubstanz.
Der Bau der Hauptstadtrepräsentanz des Gütersloher Medienkonzerns war im November 2003 abgeschlossen.

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