Berlin - Impressionen einer Metropole

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Daniel Itzig

Daniel Itzig wurde am 18. März 1723 in Berlin geboren und starb am 17. Mai 1799 in Potsdam.
Er war Hoffaktor, Unternehmer und einer der bedeutendsten jüdischen Bankiers Preußens.

Am 9. August 1747 heiratete Itzig Mirjam Wulff (1727-1788), die einer wohlhabenden Familie entstammte und 15 Kindern das Leben schenkte.
Itzigs beruflicher Aufstieg begann als Lieferant der königlichen Münze.
Sein größtes Vermögen erlangte er während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) durch mehrere von Friedrich II veranlasste Münzverschlechterungen, die dem König die Finanzierung des Krieges ermöglichten.
Sein Vermögen legte Itzig in zahlreichen Immobilien und verschiedenen Wirtschaftsunternehmen an.

Friedrich Wilhelm II machte Itzig zu seinem Privatbankier und gewährte ihm 1791 als ersten Juden in Preußen durch ein Naturalisationspatent die volle Staatsbürgerschaft, was Itzig und seiner Familie die rechtliche Gleichstellung mit den christlichen Bürgern sicherte.
Durch seinen großen Einfluss bei Hofe war Daniel Itzig ein überaus wichtiger Interessensvertreter der jüdischen Bevölkerung und konnte so in seiner Eigenschaft als Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Berlin zur Verbesserung der Situation der Juden beitragen. Außerdem beteiligte er sich an der Gründung einer Schule für Kinder mittelloser Eltern.

Obwohl Itzig in der jüdischen Tradition stark verwurzelt war, ließ er seinen 15 Kindern eine weltoffene Erziehung angedeihen, wozu auch Kunsterziehung und die Unterweisung in den Wissenschaften gehörten.
Sowohl der Komponist Wilhelm Friedemann Bach als auch der Philosoph Moses Mendelssohn gehörten zu den Hauslehrern.

Am 17. Mai 1799 starb Daniel Itzig in Potsdam im Alter von 76 Jahren. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Alten jüdischen Friedhof in der Großen Hamburger Straße in Berlin-Mitte

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