Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Oscar Huldschinsky

Oscar Huldschinsky wurde am 16. November 1846 als Sohn des jüdischen Fabrikanten Salomon Huldschinsky in Breslau geboren und starb am 21. September 1931 in Berlin.
Er war ein Unternehmer, Kunstsammler und Mäzen.

Der Kohlebergbau und die Eisenindustrie Oberschlesiens machten Oscar Huldschinsky zu einem der reichsten Männer des Deutschen Kaiserreichs.
Einen Namen machte sich Huldschinsky, der das heutige Bodemuseum mitbegründete, als Kunstsammler von Gemälden berühmter Maler wie Botticelli, Tiepolo, Rembrandt, Hals, Rubens, Degas und Max Liebermann. , der ihn auch porträtierte. Hilfreich zur Seite stand ihm hierbei Wilhelm von Bode, ein ausgewiesener Experte, der den Kunstsammlern immer gerne bei ihren Kaufentscheidungen beratend unterstüzte, in der nicht unberechtigten Hoffnung, dass einige dieser Kunstwerke eines Tages in einem der Berliner Museen wiederzufinden sei.
Durch seine Stiftungen an Berliner Museen gehörte Huldschinsky neben James Simon und Arnold von Siemens zu den bedeutendsten deutschen Kunstmäzenen jener Zeit.

Durch die Teilung Oberschlesiens im Jahre 1921 und den damit verbundenen Verlust der ertragreichen Kohlegruben an Polen geriet Huldschinsky in eine finanzielle Schieflage und war gezwungen, seine Villa am Wannsee zu verkaufen und sich von einer Reihe seiner Kunstwerke zu trennen.
Am 21. September 1931 starb Oscar Huldschinsky in Berlin im Alter von 84 Jahren. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof Wannsee, in Berlin-Zehlendorf. Das Grabmal stammt von Otto Stahn.

Verheiratet war Oscar Huldschinsky mit der aus Österreich stammenden Ida Brandeis Weikersheim (1860-1912). Das Paar bekam vier Kinder. Der Sohn Paul (1889-1947) wurde ein sehr erfolgreicher Innenarchitekt. 1939 emigrierte er nach einer kurzen Inhaftierung im KZ Sachsenhausen in die USA, wo er in der Filmbranche von Hollywood eine Anstellung als Filmarchitekt und Filmausstatter fand. Zwei Jahre vor seinem Tod gewann er gemeinsam mit Ferrari, Gibbons und Willis den Oscar für das beste Szenenbild im Film "Gaslight" (Das Haus der Lady Alquist) mit Ingrid Bergman, Charles Boyer und Joseph Cotten.
Am 1. Februar 1947 erlag Paul Huldschinsky einem Lungenleiden.

zurück zur Liste

Seitenanfang


[Home][Geschichte][Über mich][Fotos][Hohenzollern][Sightseeing][Links][Impressum][Sitemap]
Copyright (c) 2009 Brigitte Ferlet. Alle Rechte vorbehalten.