Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Ludwig Hoffmann

Ludwig Ernst Emil Hoffmann wurde am 30. Juli 1852 in Darmstadt geboren und starb am 11. November 1932 in Berlin.
Er war der wohl bekannteste und auch bedeutendste Stadtbaurat Berlins und als Architekt ein Vertreter des Historismus.

Nach seiner Ausbildung an der Kunstakademie Kassel und der Berliner Bauakademie fand er in Berlin eine Anstellung als Regierungsbauführer unter dem Architekten Franz Schwechten.
Bekannt wurde Hoffmann durch den Architektenwettbewerb für den Bau des Leipziger Reichsgerichts (heute Sitz des Bundesverwaltungsgerichts), den er zusammen mit seinem deutsch-norwegischen Kollegen Peter Dybwad 1885 gewann. Nachdem das Gebäude, sowohl inspiriert von der italienischen Spätrenaissance als auch vom französischen Barock, 1895 nach siebenjähriger Bauzeit errichtet worden war, stieß es auf große Anerkennung und weckte nun auch das Interesse des Kaisers Wilhelm II.

Mit Alfred Messel, dem Erbauer des Bodemuseums verband ihn eine innige und lebenslange Freundschaft, die bis in die Darmstädter Jugendjahre zurückging. Zusammen hatten sie in Kassel und in Berlin bei Heinrich Strack studiert. Auch beruflich arbeiteten sie eng zusammen. Als Messel während des Baus des Pergamonmuseums am 24. März 1909 starb, übernahm Hoffmann die Weiterführung der Bauarbeiten.
1896 avancierte Hoffmann zum Berliner Stadtbaurat und prägte mit seinen über 400 Bauten und mehr als 150 Anlagen fast drei Jahrzehnte das Stadtbild Berlins.
Auch als Jurymitglied bei Architekturwettbewerben sprach er ein gewichtiges Wort mit.

1906 wurde Hoffmann zum Geheimen Baurat ernannt. Außerdem erhielt er die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule seiner Geburtsstadt Darmstadt und wurde Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.
1917 zeichnete ihn auch die Technische Hochschule Wien mit dem Ehrendoktortitel aus.
Als er 1924 in den Ruhestand trat, verlieh ihm die Stadt Berlin die Ehrenbürgerwürde.
Am 11. November 1932 starb Ludwig Hoffmann in Berlin im Alter von 80 Jahren. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Alten Friedhof in Darmstadt, das ihn posthum zum Ehrenbürger ernannte.
Nach seinem Tode wurde der einst so hochgelobte Stararchitekt fast vergessen. Viele Jahre mussten vergehen, bevor man sich wieder an ihn erinnerte.
In Berlin sind eine von ihm gebaute Grundschule im Berliner Bezirk Friedrichshain, ein Krankenhaus im Berliner Bezirk Pankow sowie ein Brücke im Berliner Bezirk Mitte nach ihm benannt.

Bauwerke in Berlin
Stadtbad Baerwaldstraße in Berlin-Kreuzberg
Stadtbad Oderberger Straße in Berlin-Pankow
Heilanstalten in Berlin-Pankow
Altes Stadthaus in Berlin-Mitte
Märkisches Museum in Berlin-Mitte
Umgestaltung des Friedhofs der Märzgefallenen in Berlin-Mitte
Ehemaliges GASAG-Geschäftshaus in Berlin-Mitte
Inselbrücke in Berlin-Mitte
Möckernbrücke in Berlin-Mitte
Bau des Pergamonmuseums in Berlin-Mitte
Märchenbrunnen in Berlin-Friedrichshain
Justus-von-Liebig-Grundschule in Berlin-Friedrichshain

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