Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Martin Gropius

Martin Carl Philipp Gropius wurde am 11. August 1824 in Berlin geboren und starb am 13. Dezember 1880 ebenfalls in Berlin.
Martin Gropius, der Großonkel von Walter Gropius, war ein deutscher Architekt. Das große Vorbild des jungen Gropius war Karl Friedrich Schinkel.

Von 1843 bis 1846 absolvierte er eine Ausbildung am Königlichen Gewerbeinstitut in Berlin. Ein Jahr später legte er die Feldmesserprüfung ab und nach weiteren fünf Jahren wurde er Baumeister.
Dazwischen war Gropius u.a. auch für kurze Zeit im Atelier von Heinrich Strack tätig.
Sein Lehrer Karl Bötticher machte ihn mit der Bauweise der Griechen vertraut. Gropius entwarf zahlreiche Wohnhäuser, Villen und Landsitze im Stil des Schinkelschen Klassizismus. Später ließ er auch Stilelemente der Renaissance in seine Bauwerke einfließen. Sein letztes Werk, das Königliche Kunstgewerbemuseum in Berlin, wurde im Stil der italienischen Renaissance errichtet.

Seinen endgültigen beruflichen Durchbruch erlangte Martin Gropius durch die Zusammenarbeit mit Heino Schmieden (1835-1913), mit dem er 1865 das Architekturbüro Gropius & Schmieden gründete. Besonders viele Aufträge erhielt das Büro nach dem Ende der Deutschen Einigungskriege im Jahre 1871 und dem damit verbundenen Ausbau Berlins zur deutschen Reichshauptstadt.
Gropius errichtete viele öffentliche Bauten wie Krankenhäuser, Bibliotheken, die Königliche Kunstschule, das Königliche Kunstgewerbemuseum, aber auch mehrere Bankgebäude.

1865 übernahm Gropius an der Berliner Bauakademie eine Lehrtätigkeit, welche er aber wegen beruflicher Überlastung nach einem Jahr wieder aufgeben musste.
1866 wurde Martin Gropius zum Professor ernannt.
1867 begründete und leitete er das deutsche Gewerbemuseum. Von 1869 bis zu seinem Tode war Gropius Direktor der Königlichen Kunstschule zu Berlin, einer Vorgängerinstitution der heutigen Universität der Künste.

Als das Hauptwerk von Martin Gropius gilt das Gewandhaus in Leipzig, das nach seinen Entwürfen in den Jahren 1882-1884 von Heino Schmieden erbaut wurde.
Weder die Einweihung des Gewandhauses noch die Einweihung des Berliner Kunstgewerbemuseums erlebte Martin Gropius, denn er starb am 13. Dezember 1880 in seiner Heimatstadt Berlin im Alter von 56 Jahren an einem Herzschlag.
Seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof II der Dreifaltigkeitsgemeinde an der Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg. Die Grabanlage wurde nach seinen eigenen Entwürfen und von Heinrich Strack gestaltet. Das Sandsteinrelief stammt von dem Bildhauer Rudolf Siemering (1835-1905).

Bauwerke in Berlin

Krankenhaus im Friedrichshain, Berlin-Friedrichshain
Garnisonslazarett in Berlin-Tempelhof
Kunstgewerbemuseum (heute Martin-Gropius-Bau), Berlin--Kreuzberg
Mehrere Villen in Berlin-Mitte und Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf
Schloss Biesdorf, Berlin-Marzahn-Hellersdorf

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