Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Elisabeth von Dänemark, Norwegen und Schweden

Elisabeth, Kurfürstin von Brandenburg wurde am 24. Juni 1485 auf der Insel Fünen (Dänemark) geboren und starb am 10. Juni 1555 in Berlin. Sie war die Tochter von König Johann von Dänemark, Norwegen und Schweden und seiner Gemahlin Christine.

Am 10. April 1502 wurde sie die Ehefrau von Kurfürst Joachim I von Brandenburg aus dem Hause der Hohenzollern. Elisabeth brachte fünf Kinder zur Welt. Kurpinz Joachim war der Erstgeborene. Er leitete von 1535 bis 1571 als Kurfürst von Brandenburg die Geschicke seines Landes und öffnete es der Reformation.
Nach Joachim schenkte Elisabeth drei Mädchen das Leben, das Jüngste ihrer Kinder war Johann (1536-1571), der spätere Markgraf von Brandenburg-Küstrin.

Die Ehe zwischen Elisabeth und Joachim stand unter keinem guten Stern, denn während sie eine glühende Anhängerin der Reformation war, war ihr Gatte ein entschiedener Gegner dieser Bewegung und so ließ dieser auch keinen Zweifel daran, dass er die "lutherischen Ketzer" mit allen Mitteln verfolgen werde. Seiner Ehefrau drohte er gar mit lebenslanger Gefangenschaft, würde sie auch weiterhin der Reformation anhängen.
Vertrauten gegenüber beklagte Elisabeth, dass sie von ihrem Ehemann viel erleiden müsse. In der Nacht zum 15. März 1528 befreite sich Elisabeth, nachdem sie heimlich an einem Abendmal "beiderlei Gestalt" teilgenommen hatte, aus ihrer misslichen Lage und floh nach Torgau zu ihrem Onkel, dem Kurfürsten Johann von Sachsen (1468-1532).
Natürlich verlangte Joachim umgehend die Auslieferung seiner Ehefrau, was Johann aber ablehnte. Dabei wäre Elisabeth durchaus zur Rückkehr bereit gewesen, jedoch konnte und wollte Joachim ihre Forderungen nach freier und ungehinderter Religionsausübung nicht akzeptieren.
Schon bald erschöpften sich Elisabeths Geldreserven und sie war gezwungen, immer mehr Schulden anzuhäufen. Ihre finanzielle Zwangslage änderte sich erst mit dem Tod ihres Ehemannes im Jahr 1535, denn nun wurde sie von ihren Söhnen finanziell unterstützt, was ihr einen eigenen kleinen Hofstaat ermöglichte.

Elisabeth kehrte erst im Jahr 1545 nach Brandenburg zurück, wo sie ihre letzten Lebensjahre in der Zitadelle in Spandau vebrachte.
Gestorben ist Elisabeth in der kurfürstlichen Burg von Berlin, vierzehn Tage vor Vollendung ihres 70. Geburtstags.

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