Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Dorotheenstädtischer Friedhof

Nirgendwo sonst in der Stadt liegen so viele Prominente begraben wie auf dem 17.000 Quadratmeter großen Dorotheenstädtischen Friedhof in der Chausseestraße im Berliner Bezirk Mitte.

Eigentlich hätte der Friedhof nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges einer Grünfläche weichen sollen, aber dann wurde er 1983 unter Denkmalschutz gestellt.
Im Jahr 2000 begannen umfangreiche und mit hohen Kosten verbundene Umbau- und Restaurierungsarbeiten, die noch immer nicht völlig abgeschlossen sind.
Am 8. Juli 2015 wurde die sanierte Friedhofskapelle mit einem von Bischof Dr. Markus Dröge abgehaltenen Gottesdienst wiedereröffnet. Für ein ganz besonderes Highlight sorgt seither die Lichtinstallation des US-amerikanischen Künstlers James Turrell. Allerdings ist eine Besichtigung der Kapelle nur mit Führungen möglich.

Angelegt wurde der Dorotheenstädtische Friedhof im Jahr 1762. Damals stellte Friedrich der Große das Gelände außerhalb der Zollmauer zur Verfügung und so entstanden vor dem Oranienburger Tor vier Friedhöfe, von denen außer dem Dorotheenstadtischen nur noch der Französische Friedhof, der einst für die nach Berlin geflüchteten Hugenotten angelegt wurde, existiert.
Benannt wurde der Friedhof nach der benachbarten Dorotheenstadt, deren Namensgeberin Dorothea, die zweite Ehefrau des Großen Kurfürsten war.

Bemerkenswert ist der Dorotheenstädtische Friedhof nicht nur wegen seiner vielen Prominenten sondern auch wegen der kunstvoll errichteten Grabmäler, der Obelisken, Stelen und der gusseisernen Kreuze. So sind u.a. auch Grabmäler zu bewundern, die von Karl Friedrich Schinkel, Christian Daniel Rauch, Hermann Schievelbein und Johann Gottfried Schadow gestaltet wurden.
Die genannten Künstler ruhen selbst hier auf diesem Friedhof neben Persönlichkeiten wie Ernst Litfaß, Friedrich August Stüler, Gottlieb Christian Cantian, Johann Heinrich Strack, Christoph Wilhelm Hufeland, Martin Heinrich Klaproth, Heiner Müller, Rudolf Bahro und George Tabori.
Unter den Schauspielern. die hier beigesetzt wurden, befinden sich Heinz Hinze, Bernhard Minetti, Helene Weigel sowie Erwin Geschonneck.
Die Schriftsteller Bertolt Brecht, Heinrich Mann, Anna Seghers, Arnold Zweig, Christa Wolf, Johannes R. Becher und Wieland Herzfelde sowie die Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Johann Gottlieb Fichte wurden ebenfalls auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt. Aber auch Politiker wie Johannes Rau, Egon Bahr, Dietrich Stobbbe und Günter Gaus fanden hier ihre letzte Ruhe. 2010 kam Fritz Teufel hinzu.

Neben einer Reihe von Ehrengräbern, die die Stadt Berlin betreut, gibt es auch einen Gedenkstein zu Ehren der ermordeten Widerstandskämpfer wie Hans von Dohnany, Dietrich Bonhoeffer, Justus Delbrück und anderen.
Zudem erinnert eine Gedenktafel an ein Massengrab von 64 Menschen, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges in der Nähe des Friedhofs ihr Leben lassen mussten.

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