Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Deutscher Dom

Berlin, Deutscher Dom Der Deutsche Dom auf dem Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte wurde von 1702 bis 1708 nach Plänen von Martin Grünberg im Barockstil errichtet. Den Kuppelturm erhielt die Kirche zwischen 1780 und 1785.
Errichtet wurde der Deutsche Dom auf einem ehemaligen Kirchhof in der Friedrichstadt, die unter König Friedrich I entstand und auch nach ihm benannt wurde.
Die Umgestaltung des Gendarmenmarktes erfolgte auf Veranlassung von Friedrich dem Großen, der die Stallungen des Kürassierregiments "Gens d'armes" seines Vaters, des Soldatenkönigs, abreißen und den Platz nach dem Vorbild der Piazza del Popolo in Rom anlegen ließ. Gegenüber dem Deutschen Dom entstand eine Zwillingskirche, der Französische Dom.
Die Bezeichnung "Dom" kommt aus dem Französischen "dôme" für Kuppel und ging nach dem Bau der beiden Kuppeltürme in den Sprachgebrauch über.

Als am 28. Juli 1781 bei den Bauarbeiten der Kuppelturm des Deutschen Doms in sich zusammenstürzte, wurde Carl von Gontard von seinen Aufgaben entbunden und Georg Christian Unger mit der Fertigstellung des Baus beauftragt.
Johann Gottfried Schadow hielt als Zeitzeuge diesen Einsturz in einer Zeichnung fest.

Der Skulpturenschmuck zeigt Szenen aus dem Leben Christi und wurde von dem Berliner Bildhauer Constantin Philipp Sartori nach Entwürfen des Malers Christian Bernhard Rode angefertigt.
Die Kuppelfiguren der beiden Dome, Darstellungen der Tugend und der Religion, stammen ursprünglich von dem Schweizer Bildhauer Heinrich Friedrich Kambly.

Die Märzrevolution von 1848 konnte der hilflos agierende Friedrich Wilhelm IV mit seinen zögerlichen und verspäteten Zugeständnissen nicht verhindern. Sein Bruder und späterer Nachfolger Wilhelm I ließ die Barrikadenkämpfe indes blutig niederschlagen, was ihm in der aufgebrachten Bevölkerung den Beinamen "Kartätscherprinz" einbrachte.
Die Todesopfer wurden zunächst vor dem Deutschen Dom aufgebahrt, bevor sie in einem Trauerzug zum Friedhof der Märzgefallenen gebracht und dort beigesetzt wurden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das schwer beschädigte Gebäude wieder aufgebaut und 1984 verstaatlicht.
Nach der Wende wurde das ehemalige Gotteshaus erneut gründlich restauriert und am 2. Oktober 1996 wiedereröffnet. Seitdem dient es als Ausstellungsort für den Deutschen Bundestag.

zurück zur Liste

Seitenanfang


[Home][Geschichte][Über mich][Fotos][Hohenzollern][Sightseeing][Links][Impressum][Sitemap]
Copyright (c) 2009 Brigitte Ferlet. Alle Rechte vorbehalten.