Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Alexander Calandrelli

Alexander Emil Ludovico Calandrelli wurde am 9. Mai 1834 als Sohn des italienischen Edelsteinschneiders und Zeichners Giovanni Calandrelli in Berlin geboren und starb am 26. Mai 1903 in Lankwitz, das heute zum Berliner Bezirk Wilmersdorf gehört.
Er war ein deutscher Bildhauer italienischer Herkunft.

1847 begann Calandrelli ein Studium an der Berliner Akademie der Künste, musste dieses aber 1850 aus finanziellen Gründen vorzeitig abbrechen. Es gelang ihm jedoch, seine Ausbildung bei bekannten Berliner Bildhauern wie August Wredow, Friedrich Wilhelm Dankberg und Friedrich Drake fortzusetzen.
Neun Jahre arbeitete Calandrelli bei dem Berliner Bildhauer und Medailleur August Fischer, bevor er 1864 endlich seine eigene Werkstatt eröffnen konnte. Der Tierbildhauer August Gaul (1869-1921) und der Bildhauer und Medailleur Martin Goetze (1865-1928) gingen in seine Lehre.
1874 wurde Calandrelli Professor für Bildhauerei, 1883 Mitglied und 1887 Senatsmitglied der Akademie der Künste. Zu seinen bekanntesten Schülern zählen August Gaul und Martin Goetze.

1871 begann Calandrelli mit seinen Arbeiten an der Siegessäule. Er schuf eines von vier Sockelreliefs: "Auszug der Truppen und Erstürmung der Düppeler Schanzen", das Szenen aus dem Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 festhält.
1875 schuf Calandrelli nach einem Entwurf von Gustav Bläser das in Bronze gegossene Reiterstandbild von König Friedrich Wilhelm IV mit den Sockelfiguren Religion, Kunst, Geschichte und Philosophie auf der Freitreppe der Alten Nationalgalerie in Berlin-Mitte.
1877 begann Calandrelli seine Mitarbeit an der "Steinernen Chronik", dem Relieffries des Roten Rathauses in Berlin-Mitte.
Außerdem schuf Calandrelli die Büste auf dem Grab von Johann Heinrich Strack auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte. Diese Büste ist als Kopie erhalten.
Alexander Calandrelli starb am 26. Mai 1903 in Lankwitz in Berlin-Steglitz im Alter von 69 Jahren. Seine letzte Ruhe fand Calandrelli auf dem landeseigenen Friedhof Wilmersdorf im gleichnamigen Berliner Ortsteil Wilmersdorf. Sein Grab ist nicht erhalten.
In Berlin-Steglitz gibt es eine Straße, die nach Alexander Calandrelli benannt wurde. Am Landwehrkanal in Berlin-Mitte gibt es eine Calandrelli-Anlage.

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