Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Breitscheidplatz

Berlin, Breitscheidplatz, Weltkugelbrunnen Der Breitscheidplatz im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf liegt im Herzen der City West zwischen Bahnhof Zoo, Zoologischem Garten, Kurfürstendamm, Tauentzien und Budapester Straße.

Im Laufe seiner Geschichte änderte der Platz nicht nur mehrmals seinen Namen sondern auch sein Aussehen.
1862 unter James Hobrecht als Gutenbergplatz angelegt, wurde er 1892 nach Kaiserin Auguste Viktoria, der Gemahlin von Kaiser Wilhelm II umbenannt.
Im Jahre 1895 wurde die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu Ehren von Kaiser Wilhelm I feierlich eingeweiht.
1947 wurde der Platz nach dem in Buchenwald ums Leben gekommenen SPD-Politiker Rudolf Breitscheid benannt.

Unübersehbarer Blickfang des Platzes ist die von Franz Schwechten erbaute neoromanische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, deren Ruine heute ein Mahnmal gegen den Krieg ist.
Die zu der Kirche gehörenden Neubauten wurden in den Jahren 1959 bis 1963 von Egon Eiermann errichtet.

Östlich der Kirche steht das Europacenter, das in den Jahren 1963-65 errichtet wurde und in den Anfangsjahren im Innenhof eine Kunsteisbahn hatte.
Seit 1982 steht an seiner Stelle die von dem Franzosen Bernard Gitton geschaffene "Uhr der fließenden Zeit" - eine dreizehn Meter hohe Wasseruhr.

Zwischen Europacenter und der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befindet sich der vom Berliner Bildhauer Joachim Schmettau gestaltete Weltklugelbrunnen. Der Brunnen besteht aus mehreren roten Granitblöcken, Bronzefiguren und Wasserfontänen. Wegen seines etwas klobigen Äußeren wird er von den Berlinern "Wasserklops" genannt.

Nach dem Fall der Mauer wurde die bis dahin verhätschelte City West recht stiefmütterlich behandelt, denn alle Energie wurde darauf verwendet, den Osten Berlins neu zu gestalten.
Luxus der Sonderklasse überragt seit kurzem die City West: das neu erbaute 31-stöckige und 118 m hohe Waldorff Astoria Hotel wird dem etwas angestaubten Image der alten City West neuen Glanz und Aufschwung verleihen.
Weitere Verjüngungsspritzen für die in die Jahre gekommene Lady sollen in den nächsten Jahren folgen.

Leider wird der Breitscheidplatz auch immer im Zusammenhang stehen mit dem schrecklichen Attentat, das am Abend des 19. Dezember 2016 auf dem Weihnachtsmarkt zu Füßen der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche verübt wurde. Der 24-jährige tunesische Islamist Anis Amri steuerte den Sattelzug einer polnischen Speditionsfirma, dessen Fahrer er zuvor erschossen hatte, gezielt in eine Menschenmenge und ermordete dabei 11 Menschen und verletzte 56 zum Teil schwer.
Der Attentäter wurde vier Tage später bei einer Routinekontrolle im italienischen Sesto San Giovanni von der Polizei erschossen.
Wie sich erst Monate später herausstellte, hatten Beamte des Berliner LKA Aktenvermerke im Nachhinein gefälscht, um das Versagen ihrer Behörde im Fall Amri zu vertuschen. Berlins Innensenator Andreas Geisel erstattete daraufhn Anzeige wegen Strafvereitelung und Urkundenfälschung.

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