Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Jan Bouman

Jan Bouman wurde am 28. August 1706 als Sohn des Zimmermanns Michiel Bouman in Amsterdam geboren und starb am 6. September 1776 in Berlin.
Der preußische Baumeister mit holländischen Wurzeln und Berliner Oberbaudirektor war ein Vertreter des Spätbarock.

Zunächst absolvierte Bouman eine Ausbildung zum Zimmerermeister.
1732 heiratete er Anna Johanna van Lohuijsen. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor.
Im selben Jahr holte ihn Friedrich Wilhelm I, der Bouman auf seiner Reise durch die Niederlande kennengelernt hatte, nach Potsdam. Seine Frau und zwei seiner Brüder folgten ihm. Jan Bouman wurde zum Schlosskastellan ernannt und zunächst mit dem Bau des Holländischen Viertels beauftragt. Das in den Jahren von 1733 bis 1740 errichtete und aus 134 Ziegelsteinhäusern bestehende Wohnviertel sollte holländischen Handwerkern und Künstlern in der Fremde ein Gefühl von Heimat vermitteln.

Friedrich II berief Bouman 1748 zum Oberbaudirektor im Potsdamer "Baucomtoir", das für die Bauvorhaben des Königs zuständig war. In dieser Funktion war Bouman an vielen Bauvorhaben beteiligt, so am Vorgängerbau des Berliner Doms (1747-1750) und an der Neugestaltung der Berliner Akademie der Wissenschaften. Zwischen 1748 und 1753 errichtete er das Prinz-Heinrich-Palais, in dem heute die Berliner Humboldt-Universität untergebracht ist.
In Potsdam errichtete Bouman 1752 das Berliner Tor in der Form eines Triumphbogens, er erbaute die Friedrichskirche und 1753 das Alte Rathaus nach dem Vorbild des Pantheons in Rom. Des Weiteren errichtete er die von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff entworfene Französische Kirche und beteiligte sich am Umbau des ebenfalls von Knobelsdorff entworfenen Potsdamer Stadtschlosses.

Boumans Scheitern bei der Errichtung der Wasserspiele im Park von Sanssouci erregte das Missfallen des Schlossherrn so sehr, dass er seinen Baumeister von seinen Aufgaben in Potsdam entband und ihn nach Berlin schickte.
Dieser wurde 1755 zum Oberbaudirektor in Berlin ernannt. 1763 erweiterte er das Schloss Schönhausen (das heutige Schloss Niederschönhausen), in dem Königin Elisabeth Christine die Sommermonate zu verbringen pflegte.
1769 verlor Bouman seine Frau, drei Jahre später heiratete er die ebenfalls in Amsterdam geborene Witwe Maria Louisa Elisabeth Donner. Zwei seiner Söhne, Michael Philipp und Georg Friedrich waren ebenfalls im Baufach tätig.
In den Jahren 1770 bis 1773 erbaute Boumann die Sankt-Hedwigs-Kathedrale in Berlin nach den Plänen von Jean Laurent Legeay.

Am 6. September 1776 starb Jan Bouman in Berlin im Alter von 70 Jahren. Seine letzte Ruhe fand er in der Parochialkirche in Berlin.

Bauwerke in Berlin:
St Hedwigskathedrale, Berlin-Mitte
Prinz-Heinrich-Palais, Berlin-Mitte
Schloss Niederschönhausen, Berlin-Pankow

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