Der Zoo, der rund drei Millionen Besucher jährlich zählt, ist Namensgeber des Bahnhofs
Zoologischer Garten, eines der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt.
Martin Lichtenstein, Professor für Zoologie und Initiator für die Gründung des Zoos, war der erste Direktor.
Bei seiner Entstehung lag der Zoo vor den Toren Berlins, auf dem Gelände der Fasanerie, die der König
Friedrich Wilhelm IV zur Verfügung gestellt hatte. Die ersten Tiere stammten aus seiner Menagerie auf der Pfaueninsel.
Die Gestaltung des Parkes übernahm der Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné.
Im Jahre 1913 wurde das Aquarium eröffnet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Großteil des Zoos zerstört und nur wenige Tiere überlebten.
Auf Grund der Teilung der Stadt entstand im Ostteil Berlins der größte Landschaftstiergarten Europas, der Tierpark Friedrichsfelde im Bezirk
Lichtenberg. Die Einweihung erfolgte im Jahre 1955.
Das
Schloss Friedrichsfelde wurde in den Tierpark integriert und beherbergt heute die gemeinsame Verwaltung von Tierpark und Zoo.
Der langjährige Direktor Heinz-Georg Klös, Veterinär und Buchautor, der seit 1956 die Geschicke des Zoos lenkte, sorgte für den Wiederaufbau und die Erweiterung der zerstörten Anlagen. Er zeichnete sich durch die Nachzucht bedrohter Tierarten aus und ließ auch das Aquarium von Grund auf sanieren.
Zu den Lieblingstieren der Berliner Zoobesucher gehörten die Flusspferde Knautschke und Bulette sowie der Gorilla Knorke. Weltweit berühmt wurde der Zoo allerdings erst durch den Eisbären Knut, der mit der Flasche aufgezogen wurde und für Rekordeinnahmen sorgte, aber bereits 2011 im Alter von nur vier Jahren in Folge einer Hirnerkrankung in seinem Wasserbecken ertrank.
Unvergessen ist auch Knuts "Ziehvater" Thomas Dörflein, der mit nur 45 Jahren im September 2008 überraschend an einem Herzinfarkt verstarb.
Aber auch der Tod des erst 62-jährigen "Affenpapas" Reimon Opitz, der durch die Handaufzucht unzähliger Affenbabys bekannt wurde, löste bei den Berliner Tierfreunden Trauer und Bestürzung aus.
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