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Wilmersdorf

Wilmersdorf

Ortsteile: Halensee, Schmargendorf, Grunewald und Wilmersdorf.
Im Jahre 2001 wurde Wilmersdorf mit Charlottenburg zu einem Doppelbezirk zusammengelegt. Wilmersdorf liegt im Westen Berlins zwischen den Bezirken Spandau im Westen, Zehlendorf im Nordwesten, Steglitz im Nordosten, Schöneberg im Osten und Charlottenburg im Norden.
Der Bezirk verfügt über eine Fläche von 7,16 km² und hat rund 142.000 Einwohner.

Urkündlich erwähnt wird Wilmersdorf erstmalig im Jahre 1293.
Die Siedler lebten vorwiegend von Landwirtschaft, Fischfang und Schafzucht.
Der Landverkauf an wohlhabende Berliner sowie Bodenspekulanten und der Bau der Berliner Ringbahn machte aus Wilmersdorfer Bauern über Nacht Millionäre und aus einigen von ihnen gar lokale Berühmtheiten, nach denen sogar Straßenzüge benannt wurden: Gieseler-, Mehlitz-, Schramm- und Blissestraße.
Während die Familie Schramm das Seebad Wilmersdorf gründete, ermöglichte die Familie Blisse den Bau eines Waisenhauses in der Wilhelmsaue, dem alten Ortskern, wo sich auch das älteste Haus von Wilmersdorf befindet, das Schoeler-Schlösschen aus dem Jahre 1752. Sowohl das Gebäude wie auch der angrenzende Schoelerpark tragen den Namen des letzten Bewohners, des Augenarztes und Medizinalrates Heinrich Schoeler.
Die alte Dorfkirche wurde in den Jahren 1895 bis 1897 durch die neugotische Auenkirche ersetzt.

Im Jahre 1906 erhielt Wilmersdorf das Stadtrecht und wurde im Jahre 1907 ein selbstständiger Stadtkreis.
Der Habermannplatz wurde benannt nach Ernst Habermann, der von Kaiser Wilhelm II zum Oberbürgermeister ernannt worden war. Von 1909 bis 1920 lenkte Habermann die Geschicke von Wilmersdorf, das sich schnell vom Dorf zur Großstadt mauserte.
Bei seiner Eingemeindung zählte Wilmersdorf bereits rund 140.000 Einwohner.
Der Habermannplatz wurde früher auch "Knochenpark" genannt, denn an dieser Stelle befand sich einst der Dorffriedhof.

1922 wurde in der Grunewalder Koenigsallee/Erdener Straße der jüdische Reichsaußenminister Walther Rathenau von Rechtsradikalen ermordet. Heute erinnert eine Bronzetafel an diesen Vorfall, eine weitere Bronzetafel hängt an Rathenaus Wohnhaus, das sich ebenfalls in der Königsallee befindet.

Bis 1933 bestand ein Großteil der Wilmersdorfer Bevölkerung aus Juden. Die im Jahre 1929 errichtete Synagoge in der Prinzregentenstraße fiel der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 zum Opfer.
An die jüdische Bevölkerung, die ab 1941 vom Bahnhof Grunewald aus in die Vernichtungslager deportiert wurde, erinnert heute das Gleis 17, ein von Karol Broniatowski geschaffenes Mahnmal.

Seit 2001 bildet Wilmersdorf zusaemmen mit Charlottenburg den Doppelbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Sehenswertes:

Auenkirche
Gleis 17
Heilig Kreuz-Kirche
Künstlerkolonie
Russisch-Orthodoxe Kathedrale
Schaubühne
Schoeler-Schlösschen
St- Ludwig-Kirche
Volkspark Wilmersdorf
Wilmersdorfer Moschee

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