und Gewaltherrschaft.
König
Friedrich Wilhelm III ließ die Neue Wache, die zu den bedeutendsten Hauptwerken des deutschen Klassizismus zählt, als Wachhaus und Gedenkstätte für die Gefallenen der napoleonischen Kriege errichten.
Der erste Wachaufzug erfolgte am 18. September 1818 anlässlich des Besuches des einstigen Verbündeten gegen Napoleon, Zar Alexander von Russland.
Bis zur Abdankung des deutschen Kaisers
Wilhelm II im Jahre 1918 diente das Gebäude als Haupt- und Königswache.
Im Jahr 1931 gestaltete Heinrich Tessenow auf Veranlassung des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg die Neue Wache zu einem Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges um.
Im Inneren des "Reichsehrenmals" befand sich auf einem zwei Meter hohen Sockel aus schwarzem Granit ein Silberkranz mit Gold- und Platinauflagen des Bildhauers Ludwig Gies. Dieser Kranz ist heute ein Exponat des sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen
Deutschen Historischen Museums.
Der Wiederaufbau des nach dem Zweiten Weltkrieges fast völlig zerstörten Gebäudes erfolgte durch Heinz Mehlan und war 1960 abgeschlossen. Es entstand ein Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus.
Im Inneren der Neuen Wache stand nun anstatt des Granitblocks eine ewige Flamme in einem Glasprisma und es wurden die sterblichen Überreste eines unbekannten KZ-Häftlings und eines unbekannten Soldaten beigesetzt.
Seit 1993 dient die Neue Wache als Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Jeweils am Volkstrauertag steht vor dem Gebäude eine Ehrenwache des Wachbataillons.
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