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Siegessäule
Eine Viertelmillion Besucher waren damals gekommen, um dem Präsidentschaftskandidaten der Demokraten zuzuhören und zuzujubeln, nachdem diesem eine Rede vor dem Brandenburger Tor aus politischen Gründen verwehrt worden war.

Gehasst, geliebt, verspottet...., aber all das ficht Viktoria nicht an. In luftiger Höhe schwebt sie über den Berlinern, in der linken Hand das Feldzeichen mit dem von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Eisernen Kreuz und in der rechten Hand den Lorbeerkranz. Ihr Haupt ist mit einem Adlerhelm bedeckt.

Das unter Kaiser Wilhelm I und nach einem Entwurf von Heinrich Strack entstandene spätklassizistische Denkmal wurde 1873 auf dem ehemaligen Königsplatz, dem heutigen Platz der Republik, mit Pomp und Gloria eingeweiht.

Ursprünglich sollte das Denkmal nur an die preußischen Feldzüge gegen Dänemark (1864) erinnern, aber noch vor Fertigstellung schloss man die Einigungskriege gegen Österreich (1866) und Frankreich (1870/71) mit ein und so zeigen die Sockelreleliefs neben der Schlacht bei den Düppeler Schanzen (Entscheidungsschlacht im Deutsch-Dänischen Krieg) auch die Schlacht bei Königgrätz (Entscheidungsschlacht im Preußisch-Österreichischen Krieg) und die Schlacht bei Sedan (Deutsch-Französischer Krieg) die mit der Gefangennahme des Kaisers Napoleon III endete.
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Der Bildhauer Friedrich Drake hatte ein Modell für Viktoria, nämlich seine Tochter Margarethe.
Der Spitzname "Goldelse" kam erst später auf mit der Romanfigur der Zeitschrift "Gartenlaube". Die Ausführung der Arbeiten oblag dem Kunstgießer Hermann Gladenbeck, der auch den Bronzeguß am Neptunbrunnen ausführte.

Viel zu kurz war die dreitrommelige Säule für die große Figur geraten und so spottete der Volksmund, dass Goldelse die einzige Berlinerin ohne "Verhältnis" sei.....
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Da das Denkmal den größenwahnsinnigen Plänen Albert Speers im Wege stand, der aus Berlin die Welthauptstadt "Germania" machen wollte, wurde es 1938 einfach auf den Großen Stern umgesetzt.
Bei dieser Gelegenheit erhielt die Siegessäule auch eine zusätzliche vierte Trommel, die sie um 7,5 Meter wachsen ließ. Zwar erscheint die Säule im Verhältnis zur Figur noch immer ein wenig zu kurz geraten, aber immerhin.....

Im Jahre 1941 wurden vier Torhäuser fertiggestellt, durch die man unterirdisch die Siegessäule erreichen kann.
Der rote Sockel besteht aus poliertem Granit, während die Säulentrommeln aus Sandstein gefertigt sind. An den Außenseiten der ersten drei Trommeln sind im Krieg erbeutete Geschützrohre eingelassen. Die vierte Trommel wird lediglich von vergoldenen Girlanden geschmückt.
Im Inneren der Säule führt eine Wendeltreppe auf die Aussichtsplattform.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wollten die Franzosen die Säule sprengen lassen. Da dieses Vorhaben bei den anderen Alliierten auf keinerlei Zustimmung stieß, begnügten die Franzosen sich schließlich damit, die marzialischen und kriegsverherrlichenden Bronzereliefs der Siegessäule nach Paris zu entführen.

Aber Viktoria überstand nicht nur die beiden Weltkriege und das "feindselige" Ansinnen der Franzosen sondern auch einen Sprengstoffanschlag der "Revolutionären Zellen" im Jahre 1991. Damals entstand nur ein relativ geringer Sachschaden an der Aussichtsplattform, die allerdings fast ein Jahr lang gesperrt werden musste und so waren lediglich Touristen die Leidtragenden dieses Attentats.

Zur 750-Jahr-Feier Berlins im Jahre 1987 gab François Mitterand die Reliefs an Berlin zurück. Dies war eine versöhnliche Geste und so hat Viktoria nicht nur die Zeiten überdauert, sie hat sich mit den Zeiten gewandelt - aus dem Denkmal, das den Krieg verherrlichte, ist ein Denkmal geworden, das für Verständigung und für Versöhnung steht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Siegessäule zweimal restauriert - eine dritte Verschönerungskur erhielt Viktoria erst vor kurzem.

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Siegessäule

Mitten im Tiergarten im Berliner Bezirk Mitte steht eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, die Siegessäule. Hier fand stets die Abschlussparty der Love Parade statt und hier sprach auch am 24.07.2008 Barack Obama.

Berlin, Siegessäule

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