Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg
Die aus dem Welfenhause stammende Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg wurde am 16. März 1687 als einzige Tochter des Königs Georg I. von Großbritannien (1660-1727) und Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg-Celle, der "Prinzessin von Ahlden" (1666-1726) in Hannover geboren und starb am 28. Juni 1757 auf Schloss Monbijou, Berlin.
Durch Heirat mit ihrem Cousin
Friedrich Wilhelm I (1688-1740), dem "Soldatenkönig", mit dem sie einige Jahre im Hause ihrer Großmutter Sophie von Hannover aufgewachsen war, wurde sie Königin von Preußen und Mutter von
Friedrich dem Großen. Ingesamt gingen aus dieser Ehe 14 Kinder hervor, von denen aber vier schon im Kindesalter starben.
Sophie Dorothea war nicht nur musisch begabt sondern interessierte sich darüber hinaus auch für Kunst und Literatur. Außerdem widmete sie sich der Sammlung von Porzellan.
Das von Sophie Dorothea bewohnte Schloss Monbijou wurde für den Kronprinzen zu einer Art Zufluchtsort, denn hier durfte der Prinz all das tun, was sein despotischer Vater ihm verbot. Für den Sohn, der sich ebenfalls für Musik, Literatur und Philosophie interessierte, war seine Mutter Verbündete und Vertraute, die auch von seinen damaligen Fluchtplänen Kenntnis hatte. Nach der gescheiterten Flucht, die ein tragisches Ende zur Folge hatte, erhielt Sophie Dorothea von ihrem in Küstrin inhaftierten Sohn regelmäßig
Briefe.
Die Ehe von Sophie Dorothea und Friedrich Wilhelm verlief nicht besonders glücklich, da der cholerische König nicht sehr viel von Frauen hielt - eine Einstellung, die sein Sohn später einmal übernehmen sollte.
Als Sophie Dorothea 1757 starb, war dies für Friedrich ein herber Verlust.
Ihre letzte Ruhe fand die Königin in der Gruft der
Hohenzollern im
Berliner Dom.
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