Johann Sigismund von Brandenburg
Johann Sigismund aus dem Hause
Hohenzollern wurde am 8. November 1572 in Halle geboren und starb am 23. Dezember 1619 in Berlin.
Der älteste Sohn von Kurfürst
Joachim Friedrich (1546-1608) und
Katharina von Brandenburg-Küstrin (1549-1602) war von 1608 bis 1619 Kurfürst von Brandenburg, musste die Regentschaft aber auf Grund seiner Gebrechlichkeit schon zu Lebzeiten an seinen Sohn
Georg Wilhelm abgeben.
Erzogen wurde Johann Sigismund am Hofe seines Großvaters, des Kurfürsten
Johann Georg.
1588 begann der Kurprinz ein Studium an der Straßburger Akademie, wo er zum ersten Mal mit Anhängern der reformierten Kirche Bekanntschaft machte.
Im Jahre 1594 heiratete Johann Sigismund
Anna von Preußen (1576-1625). Nur fünf ihrer acht Kinder erreichten das Erwachsenenalter.
Im Jahre 1613 konvertierte Johann Sigismund zusammen mit seinem Bruder Johann Georg vom lutherischen zum reformierten Glauben. Seine streng lutherisch erzogene Ehefrau vollzog diesen Schritt aber nicht.
Entgegen der damaligen Gepflogenheit "cuius regio, eius religio" wurden die Untertanen durch die "Confessio Sigismundi" nicht gezwungen, ihrer alten Religion abzuschwören.
Seither kam es immer wieder zu Konflikten. Erst König
Friedrich Wilhelm III stellte lutherische und reformierte Gemeinden unter eine gemeinsame staatliche Kirchenverwaltung und konnte letztendlich auch mit Zwang diese Angelegenheit befrieden.
Georg Wilhelm übernahm noch zu Lebzeiten seines Vaters die Regentschaft, da dieser durch einen Schlaganfall, den er drei Jahre zuvor erlitten hatte, nicht mehr regierungsfähig war.
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