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Karl Friedrich Schinkel

Karl Friedrich Schinkel

Karl Friedrich Schinkel wurde am 13. März 1781 in Neuruppin geboren und starb am 9. Oktober 1841 in Berlin. Er war der bedeutendste Vertreter des Klassizismus in Preußen und gestaltete als Architekt und Stadtplaner das Stadtbild Berlins ganz entscheidend mit.

Karl Friedrich, das zweite von fünf Kindern, verlor seinen Vater, einen Kirchen- und Schulinspektor, schon in frühen Jahren. Die Familie siedelte daraufhin nach Berlin über und Schinkel besuchte hier das Gymnasium zum Grauen Kloster.

Seine Freundschaft mit dem Architekten Friedrich und dessen Vater David Gilly veranlasste Schinkel dazu, ebenfalls Architekt zu werden und so ging er zunächst in deren Lehre.
Zudem besuchte Schinkel die Berliner Bauakademie, eine von König Friedrich Wilhelm III ins Leben gerufene Hochschule zur Ausbildung von Baumeistern. Dort qualifizierte er sich für die Aufnahme in den Staatsdienst.
Als sein Freund Friedrich Gilly im Alter von nur 28 Jahren an Tuberkulose verstarb, übernahm Schinkel unter der Leitung von David Gilly dessen Bauprojekte.

Schinkel, der mehrere Bildungsreisen unternahm, die ihn u.a. nach Italien, Frankreich und Großbritannien führten, lernte auf einer dieser Reisen Wilhelm von Humboldt kennen, mit dem ihm eine lebenslange Freundschaft verband und der ihm auch zu einer Anstellung bei der Berliner Oberbaudeputation verhalf.

1809 heiratete Schinkel Susanne Berger, mit der er vier Kinder zeugte.

Königin Luise beauftrage Schinkel mit der Renovierung ihrer Gemächer.
1811 wurde Schinkel in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen. 1813 gestaltete er nach einer Zeichnung Friedrich Wilhelm III das Eiserne Kreuz. Eigentlich war das Eiserne Kreuz nur für die Befreiungskriege bestimmt, aber es überdauerte die Zeiten und wurde auch von der heutigen Bundeswehr übernommen.

Nachdem Schinkel im Jahre 1815 zum Geheimen Oberbaurat ernannt worden war, widmete er sich der städtebaulichen Gestaltung Berlins.
1831 wurde Schinkel zum Oberbaudirektor ernannt und im Jahre 1836 erfolgte die Ernennung zum Oberlandesbaudirektor. Auf Grund seiner angegriffenen Gesundheit konnte Schinkel diese Tätigkeit aber nur noch bedingt wahrnehmen.

Infolge eines Schlaganfalls starb Schinkel am 9. Oktober 1841. Sein Grab liegt auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte, das darauf angebrachte Portraitmedaillon stammt von August Kiß.

Bauwerke und Denkmäler in Berlin:
1810 Begräbnisstätte für Königin Luise
1816 Denkmal für die Gefallenen der Befreiungskriege
1818 Neue Wache
1818 Schauspielhaus am Gendarmenmarkt
1819 Schlossbrücke
1821 Schloss Tegel, Umgestaltung im klassizistischen Stil
1821 Nationaldenkmal im Viktoriapark
1823 Luisenkirche in Berlin-Charlottenburg
1824 Altes Museum
1824 Friedrichswerdersche Kirche
1825 Neuer Pavillon Schloss Charlottenburg
1825 Schloss Glienicke
1831 Bauakademie

Kirchenbauten
1832 Johanniskirche
1834 Elisabethkirche
1835 Alte Nazarethkirche
1835 St.-Paulskirche

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