Berlin Impressionen einer Metropole Stadtführungen

Berlin, Haus der Kulturen der Welt Berlin, Hauptbahnhof Berlin, Nikolaiviertel Berlin, Reichstagsgebäude Berlin, Alte Staatsbibliothek


Home
Olympiastadion
Die Geschichte des Olympiastadions ist aufs Engste mit der wechselvollen Geschichte Berlins verknüpft.
Alles fing mit einer Pferderennbahn an, die 1909 auf dem Platz des heutigen Olympiastadions eröffnet wurde.
Als die Olympischen Sommerspiele 1916 im Juli 1912 nach Berlin vergeben wurden, errichtete Otto March auf dem Areal der Pferderennbahn das Deutsche Stadion, das am 8. Juni 1913 von Kaiser Wilhelm II eingeweiht wurde.
Wegen des Ausbruchs den Ersten Weltkrieges wurden die Olympischen Spiele allerdings abgesagt.
Als die Olympischen Spiele 1936 wiederum nach Berlin vergeben wurden, wurde das Deutsche Stadion 1934 abgerissen. An seiner Stelle errichtete Werner March, der Sohn von Otto March, das Olympiastadion, das Platz für 110.000 Zuschauer bot.
Das als Aufmarschgelände konzipierte Maifeld bot Platz für 500.000 Menschen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Stadionkatakomben teils zur Produktion von Zündern genutzt und teils als Luftschutzbunker.
Das Stadiongelände und der Glockenturm wurden während des Krieges zerstört. Die Reste des Glockenturms wurden 1947 gesprengt und 1962 wieder aufgebaut. Den Auftrag hierfür erhielt wiederum Werner March.

In der Nachkriegszeit wurde das Stadion außer für Fußballspiele auch für Filmfestspiele, Polizeisportfeste, Konzerte und Kirchentage genutzt.
Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 wurde das Stadion zum Teil überdacht.

Für die Fußballweltmeisterschaft 2006 wurde das Olympiastadion in den Jahren 2000 bis 2004 nach Entwürfen des Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner, das auch den Berliner Hauptbahnhof erbaute, umfassend saniert und von Grund auf modernisiert, wobei man sich bezüglich des äußeren Erscheinungsbildes möglichst nahe am Original orientierte. Zudem waren Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten.
Alle Ränge, Logen und Tribünen des Olympiastadions wurden überdacht. Außerdem verfügt das Stadtion heute über eine hochmoderne Flutlichtbeleuchtung, zwei riesige Videodisplays und eine Videoüberwachung.
Im Erdgeschoss des Sportanlage befindet sich auch eine Kapelle. Das Glockengeläut wird mittels einer Tonbandaufnahme eingespielt, die in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche aufgenommen wurde.
Heftig umstritten war die blaue Tartanbahn, die auf Wunsch des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC der hier seine Heimstätte hat, aufgetragen wurde.
Die Kosten für den Umbau beliefen sich auf rund 242 Mio. Euro.

Das mit rund 75.000 Sitzplätzen versehene Stadion wurde mit mehreren Auszeichnungen bedacht: 2007 erhielt es den IOC/IPC/IAKS Award in Gold und den IOC/IPC/IAKS-Sonderpreis für behindertengerechte Sportanlagen. Seit dem Umbau hat die Sportstätte von der UEFA den Status eines Fünf-Sterne-Stadions.

Neben dem Finale des DFB-Pokals, das seit 1985 alljährlich in diesem Stadion ausgetragen wird, finden auch andere Sportereignisse hier statt, so beispielsweise das traditionsreiche Leichtathletik-Meeting ISTAF.
Am 22. September 2011 zelebrierte Papst Benedikt hier anlässlich seines Deutschlandbesuches eine Heilige Messe.

Jährlich besuchen rund 300.000 Touristen aus dem In- und Ausland das Olympiastadion. In einem eigens eingerichteten Museum können sich die Besucher sowohl über die Geschichte des Stadions als auch über die Geschichte von Hertha BSC informieren.
Anlässlich seines 75-jährigen Bestehens fand am 11. November 2011 eine große Lichtshow im Olympiastadtion statt.

zurück zur Liste

Seitenanfang

Olympiastadion

Das Berliner Olmypiastadion befindet sich im Ortsteil Westend im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und wurde am 1. August 1936 eröffnet.
Berlin, Olympiastadion
[Home][Geschichte][Über mich][Fotos][Hohenzollern][Sightseeing][Links][Impressum][Sitemap]
Copyright (c) 2009 Brigitte Ferlet. Alle Rechte vorbehalten.