Neue Nationalgalerie.
Die Galerie war das erste Museum am Kulturforum in
Mitte und war als Gegenstück zur
Alten Nationalgalerie konzipiert, die sich auf der im Ostteil gelegenen Museumsinsel befand.
Ein Jahr nach der Einweihung, die mit einer Mondrian-Ausstellung gefeiert wurde, verstarb Mies van der Rohe (eigentlich Maria Ludwig Michael Mies) in Chicago.
Das Museum besteht aus einer Stahlkonstruktion und einer umlaufenden Glasfassade. Unter dem Flachdach befinden sich die Haupthalle, die den Wechselausstellungen vorbehalten ist und das Untergeschoss für die Dauerausstellung. Oftmals wird aber zu Gunsten der Wechselausstellung auf die Dauerausstellung verzichtet.
An der Westseite des Museums liegt ein Skulpturengarten.
Die Neue Nationalgalerie ist der zeitgenössichen Kunst vorbehalten und knüpft damit an die Tradition der Neuen Abteilung im
Kronprinzenpalais an. Unter den Nationalsozialisten galt moderne Kunst als entartet und wurde zerstört.
Zu sehen sind Kunstwerke des Expressionismus, Kubismus und des Surrealismus, vertreten durch Werke u.a. von Munch, Klee, Dix, Picasso, Kokoschka, Dalí und Miró.
Immer wieder machte die Neue Nationalgalerie mit spektakulären Wechselausstellungen auf sich aufmerksam. So beispielsweise mit der MoMA-Ausstellung im Jahre 2004, als eine der weltweit berühmtesten Sammlungen zeitgenössischer Kunst rund sieben Monate in der deutschen Hauptstadt zu sehen war. Zu bewundern waren Werke von Cézanne, Picasso, van Gogh, Dali, Matisse, Beckmann, Kandinsky, Hopper, Lichtenstein und vielen anderen.
Im Jahre 2006 lieh das Museum of Modern Art in New York für rund vier Monate einen Teil seiner französischen Sammlung aus dem 19. Jahrhundert an die Neue Nationalgalerie aus. Zu sehen waren u.a. Gemälde von Courbet, Delacroix, Ingres, Degas, Monet, Manet, Cézannes, Toulouse-Lautrec, van Gogh und Skulpturen von Auguste Rodin.
zurück zur Liste
Seitenanfang