Ursprünglich stand der Neptunbrunnen vor dem
Berliner Stadtschloss, das 1950 auf Beschluss des Ostberliner Magistrats gesprengt wurde. Der durch Geschosseinschläge im Zweiten Weltkrieg beschädige Brunnen wurde eingelagert und zwei Jahrzehnnte später restauriert und zwischen
St. Marienkirche und
Rotem Rathaus wieder aufgebaut.
Der unter Denkmalschutz stehende Brunnen wurde dem Vierströmebrunnen (Fontana dei Quattro Fiumi) auf der Piazza Navona in Rom und dem Tritonenbrunnen (Fontana del Tritone) auf der Piazza Barberini, ebenfalls in Rom, nachempfunden.
Das Wasserbecken besteht aus rot poliertem schwedischen Granit und hat einen Durchmesser von bis zu 18 Metern. Aus ihm empor steigt Neptun, der römische Gott des Meeres, in imposanter und gebieterischer Haltung. In der linken Hand hält er den Dreizack, das Zeichen seiner Macht.
Neptun thront auf einer Muschel, die von vier Tritonen gehalten wird. Wassertiere dienen als schmückendes Beiwerk.
Auf dem Rand des Wasserbeckens sitzen vier Frauengestalten, die die Flüsse Rhein, Weichsel, Oder und Elbe symbolisieren.
Früher war der Neptunbrunnen auch unter der Bezeichnung "Begasbrunnen" bekannt. Im Berliner Volksmund wurde er indes "Forckenbecken" genannt, in Anspielung auf den damaligen Bürgermeister Forckenbeck und den Dreizack (Forke), den Neptun in der Hand hält.
Von den vier Frauengestalten heißt es, sie seien die einzigen Berlinnerinnen, die den Rand halten können.
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Neptunbrunnen
Der Neptunbrunnen, eine Schöpfung von
Reinhold Begas, wurde am 1. November 1891 eingeweiht. Die neobarocke Anlage war ein Geschenk des Berliner Magistrats an
Kaiser Wilhelm II.