Berlin - ein Streifzug durch Geschichte und Gegenwart

Berlin, Haus der Kulturen der Welt Berlin, Hauptbahnhof Berlin, Nikolaiviertel Berlin, Reichstagsgebäude Berlin, Alte Staatsbibliothek


Home
Moses Mendelssohn

Moses Mendelssohn

Moses Mendelssohn wurde am 6. September 1729 als Sohn des Gemeindeschreibers Mendel Heymann und Rachel Sara Wahl in Dessau geboren und starb am 4. Januar 1786 in Berlin.
Er war ein bedeutender Schriftsteller, Philosoph und Protagonist der Haskala, der jüdischen Aufklärung.

In Dessau besuchte Mendelssohn den Unterricht des Rabbi David Fränkel, eines angesehenen Gelehrten. Als Fränkel 1742 nach Berlin wechselte, folgte ihm sein Schüler, um bei ihm seine Talmud-Studien fortzusetzen.
Während Mendelssohn sich zunächst mit Abschreibearbeiten hebräischer Texte seinen Lebensunterhalt finanzierte, übernahm er 1750 bei dem Seidenwarenfabrikanten Isaak Bernhard zunächst die Stelle eines Hauslehrers. Vier Jahre später wurde er Buchhalter der Seidenmanufaktur und nach dem Tod von Bernhardt führte Mendelssohn zusammen mit Bernhardts Witwe den Betrieb weiter.

Mendelssohn sprach neben jiddisch auch deutsch, hebräisch, aramäisch, lateinisch. französisch, englisch und griechisch.
Er übersetzte die Tora, die Psalmen und die fünf Bücher Moses ins Deutsche.

Verheiratet war Mendelssohn mit Fromet Gugenheim, mit der er zehn Kinder hatte, von denen aber nur sechs das Erwachsenenalter erreichten.

Mendelssohn hatte gute und einflussreichen Freunde wie den Schriftsteller und Philosophen Thomas Abbt, den Philosophen Immanuel Kant, den Schriftsteller, Verleger und Vorsitzender des Berliner Montagsclubs, Friedrich Nicolai und den Dichter Gotthold Ephraim Lessing, der Mendelssohn in seinem Drama "Nathan der Weise" ein literarisches Denkmal setzte.
Der Schriftsteller und Philosoph Marquis d'Argens verhalf Mendelssohn zum Privileg eines außerordentlichen Schutzjuden und sicherte ihm somit den Aufenthalt in Preußen.
Friedrich der Große gehörte allerdings nicht zu Mendelssohns Gönnern, denn als die Berliner Akademie den jüdischen Philosophen als ordentliches Mitglied vorschlug, verweigerte der König seine Zustimmung.

Mendelssohn starb am 4. Januar 1786.
Seine letzte Ruhe fand er auf dem Alten Jüdischen Friedhof in Berlin-Mitte.

Nach Mendelssohns Tod übernahm sein Freund, der Fabrikant, Schriftsteller und Gründer der jüdischen Freischule, David Friedländer dessen Rolle und wurde zum Wortführer und Organisator der Emanzipation des Judentums.

zurück zur Liste

Seitenanfang

[Home][Geschichte][Über mich][Fotos][Hohenzollern][Sightseeing][Links][Impressum][Sitemap]
Copyright (c) 2009 Brigitte Ferlet. Alle Rechte vorbehalten.