Erster Bundeskanzler, der in diesem Haus regierte, war Gerhard Schröder. Helmut Kohl, Kanzler der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1982 bis 1998, lehnte es ab, das Bundeskanzleramt nach der Wiedervereinigung in das ehemalige
Preußische Herrenhaus zu verlegen. Stattdessen bevorzugte er einen Neubau im heutigen Regierungsviertel.
Entstanden ist wahrhaft Monumentales: neben einem Landeplatz für Hubschrauber hat der Kanzler Platz für lange Spaziergänge, denn das Areal umfasst 73.000m².
Das Gebäude selbst bietet dem Nutzer 12.000 m² und ist damit um ein Vielfaches größer als das Weiße Haus in Washington.
Form und Größe des Gebäudes wurden von Anfang an sehr kontrovers diskutiert. Das Urteil der Berliner indes stand schon kurz nach der Einweihung fest: "Kohlosseum", "Waschmaschine" oder "Elefantenklo" - so wird das Bundeskanzleramt im Volksmund bezeichnet.
Es war aber nicht Helmut Kohl, der dieses Gebäude am 2. Mai 2001 beziehen konnte sondern sein Konkurrent und politischer Gegner, Gerhard Schröder.
Obwohl im 8. Stock des Gebäudes ein geräumiges Kanzlerapartment mit Küche und Schlafzimmer zur Verfügung steht, wollte Schröder nicht in den Kanzlerbau einziehen und auch Merkel ist nicht bereit, ihre in unmittelbarer Nähe der Museumsinsel befindliche Wohnung aufzugeben.
Dies wäre sowohl in Frankreich als auch in den USA undenkbar.
Im Ehrenhof des Bundeskanzleramts befindet sich "Berlin", eine Skulptur des baskischen Bildhauers Eduardo Chilida.
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