Joachim Friedrich von Brandenburg
Joachim Friedrich von Brandenburg wurde am 27. Januar 1546 in Cölln geboren und starb am 18. Juli 1608 in
Köpenick. Seine Eltern waren Kurfürst
Johann Georg (1525-1598) und seine erste Ehefrau,
Sophie von Liegnitz (1525-1546).
Joachim Friedrich wurde auf Betreiben seines Großvaters
Joachim II (1505-1571) bereits als Siebenjähriger Bischof von Havelberg, später Bischof von Lebus und als 14-jähriger schließlich auch Bischof von Brandenburg.
Im Jahre 1567 wurde Joachim Friedrich zum Administrator des Erzstiftes Magdeburg gewählt.
1570 heiratete er
Katharina von Brandenburg-Küstrin (1549-1602).
Aus dieser Ehe gingen 11 Kinder hervor.
Als Joachim Friedrich 1598 Kurfürst wurde, hob er zunächst die von seinem Vater testamentarisch festgelegte Teilung der Mark auf.
Im Jahre 1603 heiratete er in zweiter Ehe
Eleonore von Preußen (1583-1607), die einer Tochter das Leben schenkte, aber kurz nach der Geburt im Wochenbett starb.
Joachim Friedrich setzte sich mit Nachdruck für die Wirtschaft seines Landes ein.
So geht auf ihn auch die erste Glashütte der Mark Brandenburg zurück und der Bau des Finowkanals zwischen Oder und Havel sowie die Schiffbarmachung der Saale.
1603 ließ er die Festung Driesen errichten und verfolgte eine erste planmäßige Kolonisation des Netzebruchs, einer dünn besiedelten Sumpflandschaft.
Seine letzten Lebensjahre waren geprägt von einem labilen Gesundheitszustand.
Im Jahre 1608 erlag Joachim Friedrich schließlich einem Schlaganfall.
Seine letzte Ruhe fand er in der Gruft der
Hohenzollern im
Berliner Dom.
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