Hermine Schönaich-Carolath
Hermine Schönaich-Carolath wurde am 17.12.1887 in Greiz geboren und starb am 7.8.1947 in Frankfurt/Oder.
In erster Ehe war Hermine mit Johann Georg, Prinz von Schönaich-Carolath, verheiratet. Das Paar hatte fünf Kinder. Die jüngste Tochter, Henriette, heiratete 1940 den Enkel von
Wilhelm II, Franz Joseph, aus dem Hause der
Hohenzollern.
Johann Georg, der jahrelang an Tuberkulose litt, starb im Jahre 1920.
Nach dem Tod von Kaiserin
Auguste Viktoria heiratete Hermine im April 1922 den im Exil lebenden ehemaligen Kaiser Wilhelm II.
Ein Ehevertrag besiegelte das Bündnis.
Hermine führte ein strenges Regiment im Hause Doorn. Höfische Etikette wurde großgeschrieben.
Zu Deutschland unterhielt die Prinzessin auch weiterhin enge Kontakte und so gründete sie hier 1929 das Herminen-Hilfswerk, das sich um sozial Benachteiligte kümmerte.
Da Hermine auf die Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland hoffte, suchte sie intensiven Kontakt mit monarchistischen und nationalistischen Bewegungen. Sie begrüßte die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933, aber ihre Hoffnungen auf die Wiedereinführung der Monarchie erfüllten sich nicht.
Nach dem Tod ihres Gatten am 4. Juni 1941 kehrte Hermine in ihre Heimat nach Schlesien zurück. 1943 fiel ihr ältester Sohn an der Front. Schon 1927 hatte sie einen Sohn verloren.
Anfang 1945 flüchtete sie vor der herannahenden Roten Armee zu ihrer Schwester Ida in den Harz. Dort wurde sie von den Sowjets festgenommen und nach Frankfurt/Oder verbracht, wo sie fortan in bescheidenen Verhältnissen und streng bewacht die letzten Jahre ihres Lebens fristete.
Am 7. August 1947 erlag sie einem Herzversagen. Ihre letzte Ruhe fand sie im Schlosspark Sanssouci in Potsdam. Ihr Wunsch, neben Wilhelm II in Doorn beigesetzt zu werden, wurde nicht erfüllt.
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