Europas.
Der Vorgänger des Hauptbahnhofs war der Lehrter Bahnhof. Dieser wurde 1871, dem Gründungsjahr des Deutschen Reiches, eingeweiht und verband Berlin mit Lehrte, Hamburg, Bremen und Bremerhaven.
Andere bedeutende Bahnhöfe waren der Nord-, der Potsdamer-, der Stettiner-, der Görlitzer-, der Anhalter- und der Schlesische Bahnhof (der heutige Ostbahnhof).
Nach dem Zweiten Weltkrieg büßte Berlin seinen Rang als europäische Bahnmetropole ein und nach der deutschen Teilung wurden die Kopfbahnhöfe stillgelegt, bzw abgerissen.
Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde über ein neues Verkehrskonzept nachgedacht. Man entschied sich schließlich für das sogenannte Pilzkonzept. Die abgeschnittenen Schienenverbindungen wurden wiederhergestellt und anstelle des Lehrter Bahnhofs entstand der heutige Hauptbahnhof, wo sich die Strecken in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung kreuzen.
In dieses Pilzkonzept miteingeschlossen wurden drei weitere neue Bahnhöfe: Gesundbrunnen (für Züge in Richtung Stettin, Stralsund, Rostock, Schwedt), das Südkreuz (früher Papestraße), Potsdamer Platz und
Spandau (für Züge in Richtung Hamburg und Hannover).
Ein Wermutstropfen bleibt jedoch bei aller Euphorie über den neuen Haptbahnhof in Berlin-
Mitte: der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte
Bahnhof Zoo in Berlin-
Charlottenburg wird nicht mehr von Fernschnellzügen angefahren und verkommt somit zu einer Fußnote der Berliner Eisenbahngeschichte.
Entworfen wurde das Gebäude von dem Hamburger Architekten Meinhard von Gerkan. Eine Auszeichnung hat der junge Hauptbahn schon erhalten: der Verband "Allianz pro Schiene" verlieh ihm 2007 den Titel "Bahnhof des Jahres".
Schon die Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofes stand unter keinem guten Stern: ein jugendlicher Messerstecher attackierte kurz nach der Feier wahllos zahlreiche Besucher und verletzte sie teilweise schwer. Aber auch in der Folgezeit sorgte der Bahnhof für Schlagzeilen: der Prozess, den Meinhard von Gerkan gegen die Deutsche Bahn AG führte und der Orkan Kyrill, der 2007 auch über Berlin hinwegfegte und dabei einen nicht verschweißten, fast zwei Tonnen schweren Stahlträger aus der Verankerung riss und in die
Tiefe stürzen ließ. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.
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