Havel
Die Havel entspringt in der Mecklenburgischen Seenplatte nordöstlich des Müritz-Nationalparks, fließt anschließend durch Brandenburg und Berlin und mündet in Sachsen-Anhalt bei Havelberg in die Elbe. Die Havel hat eine Länge von 334 Kilometern und bewältigt als drittgrößter Nebenfluss der Elbe einen Höhenunterschied von 40,6 Metern.
Ihr größter Nebenfluss ist die
Spree.
Allgemein wird vermutet, dass der Name Havel dem germanischen "Habula" entlehnt ist, was soviel bedeutet wie buchtenreich oder Ausbuchtungen und in der Tat weist die Havel keinen geraden Flusslauf auf sondern durchfließt und formt zahlreiche Seen, von denen wohl die bekanntesten der Griebnitz-, der Wannsee und der zweitgrößte See Berlins, der Tegeler See sind.
Zahlreiche Wehren und Schleusen regulieren die Wasserstraße, die schon im Mittelalter Garant für eine prosperierende Wirtschaft war, denn sie ermöglichte den Bewohnern Handel, Gewerbe und die lebenswichtige Fischerei.
Fischreich ist die Havel auch heutzutage noch.
Nachdem Preußen zu einer europäischen Großmacht aufgestiegen war, erkannten auch die
Hohenzollern die Schönheit und den Reiz der Havellandschaft und ließen prächtige Schlösser und Landschaftsgärten anlegen.
Während des Kalten Krieges stand der Fluss als Grenze zwischen Potsdam und Westberlin immer dann im Fokus der Weltöffentlichkeit, wenn wieder einmal auf der sie überquerenden Glienicker Brücke Ost- und Westagenten gegeneinander ausgetauscht wurden.
Im Berliner Bezirk
Spandau nimmt die Havel das Wasser der Spree auf und passiert die Tiefwerder Wiesen, das letzte natürliche Überschwemmungs- und Fischlaichgebiet, das Berlin geblieben ist.
Auf ihrem Weg von Berlin-Spandau streift oder durchfließt sie u.a. Potsdam, Caputh, Werder, Töplitz, Paretz, Ketzin, Brandenburg/Havel, Plaue, Briest, Döberitz und Rathenow.
Die Havel, die von Berlin nach Sachsen-Anhalt fließt, trägt den Namen Untere Havel. Sie wird zur Zeit stellenweise renaturisiert, indem man ihre Ufer freilegt, um wieder ein natürliches Biotop und Rückzugsgebiet für Vögel entstehen zu lassen.
Die Untere Havelniederung gehört zum Biosphärenreservat Mittelelbe und zum Naturpark Westhavelland, dem größten Naturpark Brandenburgs. Hier liegt eines der größten binnenländischen Feuchtgebiete Europas.
Zudem dient die Havelniederung bei Elbhochwasser als Polder und ist ein sehr effizienter Hochwasserschutz.
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