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Alfred Grenander

Alfred Grenander

Alfred Grenander wurde am 26. Juni 1863 in Skövde, Schweden geboren und starb am 14. Juli 1931 in Berlin.
Von 1902 bis 1931 gestaltete er rund 70 U-Bahnhöfe und prägte somit entscheidend das Bild des modernen und fortschrittlichen Berlins. Dennoch geriet der Architekt und Designer Grenander in Vergessenheit und viele seiner Bauwerke wurden zerstört.

Grenander begann zunächst in Stockholm sein Architekturstudium und wechselte im Jahre 1885 an die TU Berlin.
Danach arbeitete er bei Paul Wallot (Architekt des Reichsagsgebäudes), Alfred Messel (Architekt des Pergamonmuseums), Wilhelm Martens (Schüler von Martin Gropius) und gründete mit seinem Schwager Otto Spalding das Architektenbüro Spalding & Grenander.

Am 17.05.1897 heiratete Grenander Mary Juliana Åwall. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor.
Noch im selben Jahr übernahm er eine Lehrtätigkeit an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, an der Jahre zuvor schon Martin Gropius gelehrt hatte.
Nach der Gründung der Berliner Hoch- und Untergrundbahn im Jahre 1902 wurde Grenander ihr Chefarchitekt.

Während Grenander sich bei seinen frühen Bauwerken sowohl vom Jugendstil als auch vom Neoklassizismus beeinflussen ließ, wandte er sich später der Modernen zu.
Ein Markenzeichen Grenanders war die Kennzeichnung der U-Bahnhöfe durch Wandfliesen, die sich in ihrer Farbe jeweils von Station zu Station unterschieden.
Dieses Prinzip wurde bis in die 1980-er Jahren übernommen.

Die Gestaltung des U-Bahnhofes Reichskanzlerplatz (heute Theodor-Heuss-Platz) brachte Grenander höchstes Lob von Kaiser Wilhelm II ein.
Am 11.03.1908 wurde dem Architekten der Rote Adlerorden IV. Klasse verliehen.

Neben Fabrikgebäuden, Zeitungskiosken, Möbeln, Villen und Landhäusern gestaltete Grenander auch die Gotzkowksybrücke (sie verbindet die Bezirke Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf) und die Schönfließer Brücke im Bezirk Pankow.

Am 14.07.1931 verstarb Alfred Grenander. Seine letzte Ruhe fand er in seinem Heimatland Schweden.

Auswahl einiger noch erhaltener U-Bahnhöfe:
U-Bahnhof Alexanderplatz
U-Bahnhof Deutsche Oper
U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz
U-Bahnhof Gesundbrunnen
U-Bahnhof Gneisenaustraße, denkmalgerechte Restaurierung
U-Bahnhof Hausvogteiplatz
U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
U-Bahnhof Hermannplatz, Neukölln
U-Bahnhof Jannowitzbrücke
U-Bahnhof Kaiserdamm
U-Bahnhof Karl-Marx-Straße
U-Bahnhof Kottbusser Tor
U-Bahnhof Klosterstraße
U-Bahnhof Leinestraße
U-Bahnhof Märkisches Museum
U-Bahnhof Neu-Westend
U-Bahnhof Platz der Luftbrücke
U-Bahnhof Postdamer Platz
U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz
U-Bahnhof Rosenthaler Platz
U-Bahnhof Ruhleben
U-Bahnhof Schönleinstraße
U-Bahnhof Senefelderplatz
U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz
U-Bahnhof Spittelmarkt, denkmalgerechte Restaurierung
U-Bahnhof Stadtmitte
U-Bahnhof Tempelhof
U-Bahnhof Theodor-Heuss-Platz
U-Bahnhof Weinmeisterstraße
U-Bahnhof Wittenbergplatz, denkmalgerechte Restaurierung

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