Georg Wilhelm von Brandenburg
Georg Wilhelm wurde am 3. November 1595 in Cölln geboren und starb am 1. Dezember 1640 in Königsberg. Der älteste Sohn von
Johann Sigismund und
Anna von Preußen war von 1619 bis 1640 Kurfürst von Brandenburg.
Am 24. Juli 1616 heiratete der Kurprinz in Heidelberg
Elisabeth Charlotte von der Pfalz (1597-1660). Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
Im Alter von 24 Jahren übernahm Georg Wilhelm die Regierungsgeschäfte. Er erwies sich als ein eher zögerlicher und diplomatisch ungeschickter Regent, dessen Versuche einer strikten Neutralitätspolitik gegenüber dem katholischen Kaiser Ferdinand II und seinem Schwager, dem protestantischen Schwedenkönig Gustav II Adolf, am Ende scheiterten.
Während des
Dreißigjährigen Krieges wurde Brandenburg zum Schlachtfeld und von den durchziehenden Truppen geplündert, gebrandschatzt und ausgeblutet. Seuchen und Hungersnöte entvölkerten ganze Landstriche.
Ein Drittel der Einwohner kam während der Kriegswirren ums Leben. Die Folgen waren noch viele Jahrzehnte spürbar.
1620 zog sich Georg Wilhelm bei einem Unfall eine nicht heilende Unterschenkelwunde zu, außerdem litt er an einer hochgradigen Wassersucht.
1638 zog sich Georg Wilhelm nach Königsberg zurück, wo er im Alter von 45 Jahren an Wassersucht starb. Er hinterließ seinem Sohn, dem
Großen Kurfürsten ein schweres Erbe.
Beerdigt wurde Georg Wilhelm in Königsberg, da es wegen der Kriegswirren unmöglich war, seinen Leichnam zu überführen, um ihn in der Hohenzollerngruft des
Berliner Doms zu bestatten. Georg Wilhelm blieb der einzige aus dem Hause
Hohenzollern, der in Königsberg begraben wurde.
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