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Friedrichstraße

Friedrichstraße

Die 3,5 Kilometer lange Friedrichstraße gehört heute zu den Touristenmagneten der Stadt. Sie durchläuft die Friedrichstadt in Nord-Südrichtung und führt vom Mehringplatz in Berlin-Kreuzberg bis zum Oranienburger Tor in Berlin-Mitte.

Die Straße entstand 1686 in der Dorotheenstadt, einer Berliner Vorstadt, die den Namen der Kurfürstin Dorothea Sophie trug, der zweiten Ehefrau des Großen Kurfürsten.
Die Friedrichstraße trug verschiedene Namen, wie "An der Potsdamer Brücke", Querstraße, Dammstraße und "Der Damm".
1701 erhielt die Straße ihren heutigen Namen. Benannt wurde sie nach Kurfürst Friedrich III, dem späteren Friedrich I, dem ersten König in Preußen.

Sein Sohn Friedrich Wilhelm I trieb den Ausbau der Friedrichstadt entscheidend voran. Es entstanden Wohn-, Geschäftshäuser sowie Kontore und Manufakturen. Hier bildete sich um das Jahr 1672 die erste hungenottische Gemeinde Berlins.
1736 erhielt die Straße ihre heutige Länge.
1779 wurde von Friedrich II ein Kinderhospital gestiftet.
Während der Märzrevolution von 1848 fanden in der Friedrichstraße schwere Barrikadenkämpfe statt.
Mit der Eröffnung des Bahnhofes 1882 durch Kaiser Wilhelm I wurde aus der Friedrichstraße eine Amüsier- und Flaniermeile.

Im Zweiten Weltkrieg fiel die Friedrichstraße in Schutt und Asche.
Der S-Bahnhof wurde während der Teilung der Stadt zum Schnittpunkt zwischen Ost- und Westberlin. Traurige Berühmtheit erlangte hierbei die Abfertigungshalle. Der einstige Grenzübergang für die Reisenden zwischen den Teilen der Stadt ist noch heute erhalten und steht inzwischen unter Denkmalschutz. Den Namen "Tränenpalast" erhielt er wegen der schmerzvollen Abschiedsszenen und der vielen Tränen, die hier vergossen wurden.
Eine Dauerausstellung zum Thema "Teilung und Grenze im Alltag der Deutschen" soll hier an diesen Teil der deutschen Geschichte erinnern.

Nach der Wende eroberte die Friedrichstraße ihre einstige Bedeutung zurück. Es entstanden zahlreiche Büros und Luxusgeschäfte. Das Kaufhaus "Galeries Lafayette" bezog hier die einzige europäische Filiale außerhalb Frankreichs.
Repräsentanzen von VW und Opel sowie Gastronomie- und Hotelbetriebe gesellten sich dazu.

In der südlichen Friedrichstadt zwischen Mehringplatz und Halleschem Tor ist nichts mehr vom Glamour der Friedrichstraße zu spüren. Hier durchläuft die Straße einen Problembezirk, der jetzt durch millionenschwere Investitionen attraktiver für die Anwohner gemacht werden soll.

Sehenswürdigkeiten in der Friedrichstraße
Pfad der Visionäre
Checkpoint Charlie
Galeries Lafayette
Haus der Schweiz
Upper Eastside
Denkmal "Trains to Life, Trains to Death"
Admiralspalast (ehemaliges Metropoltheater)
Kabarett Die Distel
Tränenpalast
Spreedreieck
Weidendammer Brücke
Friedrichstadtpalast

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