Fehrbelliner Platz
Der Fehrbelliner Platz befindet sich im Berliner Bezirk
Charlottenburg-
Wilmersdorf und ist der Kreuzungspunkt von Hohenzollerndamm und Brandenburgischer Straße.
Er trägt den Namen der Ortschaft Fehrbellin im Neuruppiner Land. Dort hatte der
Große Kurfürst aus dem Hause der
Hohenzollern am 18. Juni 1675 die schwedischen Truppen in der Schlacht bei Fehrbellin besiegt und die Mark Brandenburg nicht nur von den fremden Besatzern befreit sondern auch die Grundlagen für den späteren Aufstieg Preußens zu einer europäischen Großmacht geschaffen.
1913 wurde der U-Bahnhof eröffnet. Rund zehn Jahre später wurde unter dem Gartenarchitekten Richard Thieme der ca. 55.000 qm große Preußenpark angelegt und mit der Bebauung des hufeisenförmigen Platzes begonnen.
Geplant war der Bau eines großen neuen Rathauses, dessen Turm höher sein sollte als die Rathaustürme von Charlottenburg und
Schöneberg. Doch der Ausbruch des Ersten Weltkrieges und die Einverleibung von Wilmersdorf nach Groß-Berlin im Jahre 1920 durchkreuzten die hochfliegenden Pläne.
Heute findet man am Fehrbelliner Platz das Rathaus Wilmersdorf, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Bundesinstitut für Berufsbildung und die BfA.
Die Christi-Auferstehungs-Kathedrale, eine russisch-orthodoxe Kirche, wurde nach Plänen von Karl Schellberg erbaut und 1938 geweiht.
In den Jahren 1968-1972 wurde das Eingangsgebäude des U Bahnhofs "Fehrbelliner Platz" nach Plänen des Architekten Rainer Rümmler umgestaltet und setzt seitdem durch seine außergewöhnliche Form- und Farbgebung einen Kontrapunkt zu der sonst eher langweiligen Bebauung aus der NS-Zeit.
Von den Berlinern erhielt der Neubau den Beinamen "Bohrinsel".
1978 wurde auf dem Mittelstreifen des Hohenzollerndamms die Skulpturengruppe "Die Sieben Schwaben" des Bildhauers Hans-Georg Damm aufgestellt
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