Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Elisabeth Christine, Prinzessin von Braunschweig-Wolfenbüttel wurde am 9. November 1746 in Wolfenbüttel geboren und starb am 18. Februar 1840 in Stettin.
Elisabeth war die Tochter von Herzog Karl I von Braunschweig-Wolfenbüttel (1713-1780) und Philippine Charlotte von Preußen (1716-1801), einer Schwester von
Friedrich dem Großen.
Auf Initiative von Friedrich II heiratete seine Nichte Elisabeth ihren Cousin und Friedrichs Neffen, den späteren König
Friedrich Wilhelm II.
Aus dieser Ehe ging eine Tochter hervor.
Hatte Friedrich II anfangs gehofft, seinen zur Promiskuität neigenden Neffen durch eine schöne und lebenslustige Gemahlin von seinem liederlichen Lebenswandel abzubringen, so sah er sich schon bald enttäuscht, denn sein Neffe dachte gar nicht daran, sein Leben in sittsamere Bahnen zu lenken.
Aber auch die junge und selbstbewusste Elisabeth pflegte ihrerseits zahlreiche Liebschaften.
Als die schwangere Frau mit einem ihrer Geliebten versuchte, das Land zu verlassen, wurde sie verraten und gefangen genommen.
Die Ehe wurde wenige Tage danach geschieden.
Kurz darauf heiratete Friedrich Wilhelm auf Veranlassung seines Onkels
Friederike von Hessen-Darmstadt (1751-1805).
Elisabeth wurde zunächst im Stettiner Schloss als Gefangene festgesetzt, später wurde ihr der Umzug in ein Stettiner Landhaus gewährt. Ihre Tochter, die zunächst von der Großmutter väterlicherseits aufgezogen wurde und später von der Stiefmutter, sah sie niemals wieder.
Nach ihrem Tode wurde die fast 94-jährige Elisabeth im Schlosspark begraben, später aber in die Schlosskirche, Stettin, umgebettet.
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