Friedrich II von Brandenburg
Kurfürst Friedrich II von Brandenburg, der unter den Beinamen "der Eiserne" oder "Eisenzahn" in die Geschichte einging, wurde am 19. November 1413 in Tangermünde geboren und starb am 10. Februar 1471 in Neustadt an der Aisch. Er entstammte dem Hause der
Hohenzollern und war von 1440-1470 Kurfürst von Brandenburg.
Friedrich war der zweitgeborene Sohn des Kurprinzen und späteren Kurfürsten
Friedrich I von Brandenburg (1371-1440) und seiner Gemahlin
Elisabeth von Bayern-Landhut (1383-1442).
Schon im Alter von 8 Jahren wurde Friedrich mit Prinzessin Hedwig von Polen verlobt, Tochter von König Wladyslaw II und designierte Thronfolgerin. Doch zu einer Eheschließung kam es nicht, da Hedwig plötzlich und unerwartet verstarb.
Am 11. Juni 1446 heiratete Friedrich in Wittenberg
Katharina (1421-1476), Tochter des Kurfürsten Friedrich I. von Sachsen. Das Paar hatte vier Kinder, von denen allerdings nur zwei das Erwachsenenalter erreichten.
Die politisch motivierte Ehe, die geschlossen wurde, um die Auseinandersetzungen zwischen Brandenburg und Sachsen beizulegen, verlief für das Paar unglücklich. In den letzten Jahren lebten die Eheleute auch räumlich getrennt - Friedrich in Franken und Katharina in Brandenburg.
Von 1440 bis 1447 regierte Friedrich II gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich dem Fetten, bis diesem die Altmark und Priegnitz zugeteilt wurden.
Friedrich zeigte sich an der Reichspolitik wenig interessiert und so schlug er die Königskronen von Polen und Böhmen aus. Stattdessen widmete er sich Brandenburg und beschnitt die Selbständigkeit der märkischen Städtebünde, allen voraus der Doppelstadt Berlin-Cölln, was zunächst auf heftigen Widerstand der Bürger stieß ("
Berliner Unwille").
Im Jahr 1440 stiftete der Kurfürst den Schwanenorden, den ältesten preußischen Ritterorden, um dem sittlichen und religiösen Verfall von Junkern und Adel entgegenzuwirken.
1451 wurde das kurfürstliche Schloss, der Vorgängerbau des
Berliner Stadtschlosses fertiggestellt und 1465 stiftete er die Erasmuskapelle, die Vorgängerin des
Berliner Doms und gründete den Berliner Domchor.
Friedrich, der keinen männlichen Erben aufzuweisen hatte, übergab 1470 die Regentschaft an seinen Bruder
Albrecht Achilles (1414-1486).
Am 10. Februar 1471 starb Frriedrich II in Neustadt an der Aisch und wurde im Münster von Heilsbronn beerdigt, so wie schon sein Vater Friedrich I (1440) vor ihm und sein Bruder Albrecht Achilles (1486) nach ihm.
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