Dorotheenstädtischer Friedhof
Nirgendwo sonst in der Stadt liegen so viele Prominente begraben wie auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-
Mitte.
Eigentlich hätte der Friedhof nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges einer Grünfläche weichen sollen, aber dann wurde er im Jahre 1983 unter Denkmalschutz gestellt. Seit 2000 erfährt er eine umfangreiche und mit hohen Kosten verbundene Restaurierung.
Angelegt wurde der Dorotheenstädtische Friedhof im Jahre 1762. Damals stellte
Friedrich de Große das Gelände außerhalb der Zollmauer zu Verfügung und so entstanden vor dem Oranienburger Tor vier Friedhöfe, von denen außer dem Dorotheenstadtischen nur noch der Französische Friedhof, der einst für die nach Berlin geflüchteten Hugenotten angelegt wurde, existiert.
Bemerkenswert ist der Dorotheenstädtische Friedhof nicht nur wegen seiner vielen Prominenten sondern auch wegen der kunstvoll errichteten Grabmäler, der Obelisken, Stelen und der gusseisernen Kreuze. So sind u.a. auch Grabmäler zu bewundern, die von
Karl Friedrich Schinkel,
Christian Daniel Rauch und
Johann Gottfried Schadow gestaltet wurden.
Die genannten Künstler ruhen selbst hier auf diesem Friedhof neben Persönlichkeiten wie beispielsweise
Ernst Litfaß,
Friedrich August Stüler, Gottlieb Christian Cantian, Johann Heinrich Strack, Bertolt Brecht, Heinrich Mann, Helene Weigel, Anna Seghers, Arnold Zweig, August Borsig, John Heartfield und seit 2010 auch Fritz Teufel.
Dennoch aber ist der Dorotheenstädtische Friedhof nicht nur Prominenten vorbehalten sondern steht auch für Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher zur Verfügung.
Neben einer Reihe von Ehrengräbern, die die Stadt Berlin betreut, gibt es auch einen Gedenkstein zu Ehren der ermordeten Widerstandskämpfer wie Hans von Dohnany, Dietrich Bonhoeffer, Justus Delbrück und anderen.
Zudem erinnert eine Gedenktafel an ein Massengrab von 64 Menschen, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges in der Nähe des Friedhofs ihr Leben lassen mussten.
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