Zunächst nur als Garten- und Lustschlösschen konzipiert, wurde es später, nachdem Kurfürst Friedrich III unter dem Namen Friedrich I zum ersten König in Preußen gekrönt worden war, zu einem repräsentativen, mit Seitenflügeln versehenen Domizil ausgebaut. Der Architekt Eosander von Göthe, der mit der Umgestaltung beauftragt worden war, nahm das Schloss von Versailles zum Vorbild.
Nach dem frühen Tod Sophie Charlottes wurden sowohl das Schloss als auch die angrenzende Siedlung zu Ehren der Verstorbenen in
Charlottenburg umbenannt.
Außerdem beauftragte der König Eosander von Göthe mit dem weiteren Ausbau des Schlosses und so wurde das Gebäude um eine Orangerie und eine Kapelle erweitert.
Nach dem Tode Friedrichs I. im Jahr 1713 geriet das Schloss Charlottenburg fast in Vergessenheit und wurde nur noch selten für öffentliche Anlässe genutzt.
Erst
Friedrich II erweckte das Schloss zu neuem Leben, indem er es vorübergehend als Residenz nutzte. Zu diesem Zweck beauftragte er Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, Erbauer der
Deutschen Staatsoper mit der Umgestaltung und dem Ausbau.
Als Friedrich II das Schloss Sanssoucis in Potsdam bezog, geriet Charlottenburg wieder in Vergessenheit.
Unter
Friedrich Wilhelm II bekam das Schloss sein heutiges Aussehen.
Carl Gotthard Langhans, der Erbauer des
Brandenburger Tores, übernahm den Ausbau - u.a. erhielt das Schloss auch ein Theater, das auch Bürgerlichen zugänglich war.
Auch der "99 Tage Kaiser"
Friedrich III nutzte Schloss Charlottenburg als Residenz.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloss schwer beschädigt und sein Wiederaufbau erstreckte sich über viele Jahre.
Heute verfügt das Schloss über eine bedeutende Kunstsammlung berühmter Meisterwerke.
Im Schlosspark, dem ersten Barockgarten nach französischem Vorbild Deutschlands, befindet sich das Mausoleum der Königin
Luise. Auch ihr Gemahl
Friedrich Wilhelm III und ihr Sohn Kaiser
Wilhelm I haben hier die letzte Ruhe gefunden.
zurück zur Liste
Seitenanfang