Charlottenburg
Ortsteile: Charlottenburg, Charlottenburg-Nord und Westend.
Die einst selbständige und wohlhabende Stadt Charlottenburg wurde im Jahre 1920 nach Groß-Berlin eingemeindet.
Im Jahre 2001 wurde Charlottenburg mit
Wilmersdorf zu einem Doppelbezirk zusammengelegt. Charlottenburg liegt im Westen Berlins zwischen den Bezirken
Spandau im Westen,
Reinickendorf im Norden,
Mitte im Osten,
Schöneberg im Südosten und
Wilmersdorf im Süden.
Der Bezirk verfügt über eine Fläche von 30,3 km² und hat rund 176.000 Einwohner.
Lützow oder Lietzow, erstmals im Jahre 1239 urkundlich erwähnt, wurde 1695 von Kurfürst
Friedrich III und späteren König Friedrich I in Preußen an seine Gemahlin
Sophie Charlotte überschrieben.
Diese ließ in den Jahren 1695 bis 1699 das barocke
Schloss Lützenburg errichten, das nach ihrem Tod im Jahre 1705 ebenswo wie die Ortschaft Lützow in Charlottenburg umbenannt wurde.
Im selben Jahr erhielt Charlottenburg das Stadtrecht.
Sophie Charlottes Sohn,
Friedrich Wilhelm I, kümmerte sich kaum um das Schloss Charlottenburg, während sein Nachfolger
Friedrichs der Große sich zumindest in den Anfangsjahren im Schloss aufhielt.
Unter seinem Neffen und Nachfolger
Friedrich Wilhelm II erhielt das Schloss seine ehemalige Bedeutung zurück.
Sein Sohn und Nachfolger
Friedrich Wilhelm III ließ sich in dem nach Plänen von
Karl Friedrich Schinkel im Schlosspark errichteten Mausoleum neben seiner Gattin
Luise bestatten.
Auch Kaiser
Wilhelm I fand hier seine letzte Ruhe.
Nach der Niederlage Preußens gegen Frankreich im Jahre 1806 wurde Charlottenburg besetzt, das Schloss diente Napoleon als vorübergehende Residenz.
1905 erhielt Charlottenburg, die inzwsichen zweitgrößte Stadt Brandenburgs, ein neues Rathaus, das mit seinem fast 90 Meter hohen Turm die Schlosskuppel bei weitem überragte.
1920 wurde die inzwischen über 300.000 Einwohner zählende Stadt nach Berlin eingemeindet.
Im Jahre 1921 wurde die Avus (Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße) fertiggestellt.
Im Jahre 1927 erhielt Charlottenburg ein neues Wahrzeichen, den
Funkturm. Zu seinen Füßen hatte sich bereits in den Vorjahren ein großzügiges Messegelände etabliert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Charlottenburg zum Britischen Sektor.
Rund um die
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, der "schönsten Ruine" der Stadt, entstand die City-West als Zentrum Westberlins.
Sehenswertes:
Bahnhof Zoo
Café Kranzler
Deutsche Oper
Europabrunnen
Europacenter
Funkturm
Herz-Jesu-Kirche
KaDeWe
Kant-Dreieck
Käthe-Kollwitz-Museum
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Kommödie am Kurfürstendamm
Kranzlereck
Ludwig-Erhard-Haus
Luisenkirche
Museum Berggruen
Museum für Fotografie
Oberverwaltungsgericht
Olympiastadion
Rathaus Charlottenburg
Renaissance-Theater
Sammlung Scharf-Gerstenberg
Schillertheater
Schloss Charlottenburg
Technische Universität
Theater am Kurfürstendamm
Theater des Westens
Tribüne
U-Bahnhof Wittenbergplatz
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