Sophie Charlotte von Hannover
Die erste Königin in Preußen
Sophie Charlotte, Herzogin von Braunschweig und Lüneburg (Hannover) wurde am 30. Oktober 1668 in Bad Iburg geboren und starb am 1. Februar 1705 in Hannover im Alter von nur 36 Jahren.
Sophie Charlotte, die als Kind eine umfassende Ausbildung erhalten hatte, galt als überdurchschnittlich intelligent und gebildet. Sie sprach fließend französisch, italienisch und englisch und hielt ihr Leben lang Kontakt zu dem Philosophen Leibnitz, einem engen Freund ihrer Mutter.
Jahre später setzte sie sich maßgeblich für die Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften ein.
Wenn es nach dem Wunsch der Eltern gegangen wäre, hätte sie den französischen Thronerben geheiratet, was allerdings durch dessen Vater, König Ludwig XIV. aus politischen Erwägungen heraus verhindert wurde.
So heiratete sie schließlich in das brandenburgische Kurfürstenhaus der
Hohenzollern ein, indem sie sich am 8. Oktober 1684 mit dem verwitweten Kurprinzen
Friedrich (1657-1713), dem Sohn des
Großen Kurfürsten (1620-1688) vermählte.
Allerdings war die aus politisch motivierten Gründen geschlossene Ehe nicht glücklich. Zunächst noch gemeinsam auf der Flucht vor seiner Stiefmutter
Dorothea, von der Friedrich glaubte, vergiftet zu werden, entfremdeten sich die Eheleute im Laufe der Jahre mehr und mehr und führten eine Ehe, die nicht nur auf räumlicher Distanz voneinander basierte.
Nach dem Tod des Großen Kurfürsten im Jahre 1688 wurde Sophie Charlotte Kurfürstin und im Jahre 1701 zur ersten Königin in Preußen.
Sie gebar drei Kinder, von denen allerdings nur der Thronerbe, der spätere
Friedrich Wilhelm I (Soldatenkönig) und Vater von
Friedrich dem Großen, das Erwachsenenalter erreichte.
Als Sophie Charlotte 1696 das Gut Lietzow erhielt, beauftragte sie den Architekten Arnold Nehring mit dem Bau einer Sommerresidenz. Da Arnold Nering kurz darauf verstarb, übernahm der Baumeister Grünberg die weitere Bauleitung.
Im Juli 1699 wurde das
Schloss, in dem Sophie Charlotte bis an ihr Lebensende wohnte, feierlich eingeweiht.
Sein endgültiges Aussehen erhielt das Schloss dann unter Eosander von Göthe.
Am 1. Februar 1705 starb die Königin während eines Besuchs bei ihrer Mutter in Hannover vermutlich an einer Lungenentzündung.
Ihre letzte Ruhestätte fand sie in der Hohenzollerngruft des
Berliner Doms.
Nach dem Tode von Sophie Charlotte ließ der König das Anwesen Lietzenburg in
Charlottenburg umbenennen.
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