Ministerien". Seit 1994 ist hier das Bundesfinanzministerium untergebracht.
Der einst im Jahre 1819 als preußisches Kriegsministerium errichtete Vorgängerbau wurde nach der Abdankung von Kaiser
Wilhelm II sowohl vom Reichswehrministerium der Weimarer Republik als auch vom Arbeitsgericht genutzt.
1933 übernahm das Reichsluftfahrtministerium das Gebäude. Hausherr war der Reichsminister der Luftfahrt, Hermann Göring.
Da der Bau sich für das schnell wachsende Ministerium bald als zu klein erwies, wurde in den Jahren 1935 und 1936 nach Plänen von Ernst Sagebiel ein 2000 Büroräume umfassender Neubau im neoklassizistischen Stil errichtet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zunächst von den Sowjets genutzt und danach von der DDR übernommen.
1953 schuf der aus Leipzig stammende Künstler und NS-Widerstandskämpfer, Max Lingner, in der Vorhalle das Wandgemälde "Aufbau der Republik".
Nach der Wende zog die Treuhandanstalt, die zur Privatisierung volkseigener DDR-Betriebe ins Leben gerufen worden war, unter Leitung von Detlev Rohwedder in die Wilhelmstraße 97 ein.
Nach der Ermordung Rohwedders am Ostersonntag 1991 (ein RAF-Kommando "Ulrich Wessel" hatte ihn durch das Fenster seines Düsseldorfer Wohnhauses erschossen), trägt das Gebäude den Namen seines ehemaligen Chefs.
Das sich vor dem Bundesfinanzministerium befindliche Denkmal des Berliner Künstlers Wolfgang Rüppel, das an den 17. Juni 1953 erinnern soll, wurde im Jahre 2000 vom damaligen Regierenden Bürgermeister, Eberhard Diepgen und dem damals amtierenden Bundesfinanzminister, Hans Eichel, der Öffentlichkeit übergeben.
Zwischen 1994 und 1999 erfuhr das Gebäude eine umfassende Renovierung.
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