Meierei.
1784 erwarb Prinz August Ferdinand von Preußen, der jüngste Bruder
Friedrich des Großen, das Grundstück und ließ dort ein Schloss errichten, das 1787 fertiggestellt wurde.
Der Architekt Michael Philipp Boumann hatte das schon bestehende Gebäude in den Neubau integriert und ihm sowohl barocke als auch klassizistische Züge verliehen.
Bis zu seinem Tod im Jahr 1813 bewohnte Prinz August Ferdinand das Schloss, das auch weiterhin im Besitz der
Hohenzollern verblieb und als Wohnsitz und Gästehaus für die königliche Familie, die Verwandtschaft oder enge Freunde diente. Auch Friedrich Schiller soll dort Gast gewesen sein, genau wie Napoleon Bonaparte nach seinem Einmarsch 1806 in Berlin.
Von 1844 bis 1865 wurde das Schloss als Museum genutzt.
Nach dem ersten Weltkrieg fiel das Gebäude an Preußen. Seitdem wurden die Seitenflügel als Wohnungen vermietet, es entstanden Büroräume und es war dort auch vorübergehend eine Volksküche untergebracht.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss schwer beschädigt. In den Nachkriegsjahren wurde der gesamte Park parzelliert und als Nutzgarten verwendet.
Nach dem Wiederaufbau diente das Schloss Bellevue den Bundespräsidenten als zweiter Amtssitz. 1994 verlegte Friedrich von Weizsäcker den Amtssitz von der Villa Hammerschmidt ins Schloss Bellevue.
In den Jahren 1996 bis 1998 entstand das Bundespräsidialamt, das wegen seiner elliptischen Form im Berliner Volksmund auch "Präsidial-Ei" genannt wird.
zurück zur Liste
Seitenanfang
Schloss Bellevue
Die Ursprünge des Schlosses gehen bis auf Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, dem Baumeister Friedrich des Großen, zurück. Einst hatte dieser dort ein Landhaus errichtet, die Knobeldorff'sche