Namensgeber für den Nah-, Fern-, S-, U- und Bus-Bahnhof ist der ihm gegenüberliegende
Zoologische Garten.
Der nach Plänen von Ernst Dircksen errichtete Bahnhof wurde ab 1882 von der Stadtbahn, ab 1884 auch von Fernzügen angefahren.
1902 wurde unter dem Stadtbahnhof die erste U-Bahnlinie Berlins eingeweiht. Gebaut wurde sie von Alfred Grenander, Berlins bekanntestem Archtiekten für Hoch- und Untergrundbahnen, der rund 70 Bahnhöfe konzipierte und somit auf die Entwicklung der Stadt großen Einfluss nahm.
Von 1886 bis 1967 verkehrten hier auch Straßenbahnen.
In den Jahren von 1934 bis 1940 und 1985 bis 1989 wurde der Bahnhof umgestaltet und ausgebaut.
Während der Teilung der Stadt war der Bahnhof Zoo Westberlins einziger Fernbahnhof und wurde von Interzonen- und Transitzügen angefahren.
Zwischen 1970 bis Ende 1980 war das Gelände im und um den Bahnhof ein sozialer Brennpunkt.
Traurige Bekanntheit erlangte der Bahnhof durch das im Jahre 1978 im Magazin Stern veröffentlichte Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F., das vom Leben und Überleben in der Drogen- und Stricherszene und von Obdachlosen und Straßenkindern erzählt.
Durch massive Polizeipräsenz wurde die Szene schließlich vom Bahnhof Zoo vertrieben.
Seit der Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs wird der Bahnhof Zoo nicht mehr von ICE- und IC-Zügen angefahren, was zu Massenprotesten und Unterschriftensammlungen führte.
Der Bahnhof Zoo, der in den nächsten Jahren eine grundlegende Sanierung erhalten wird, ist heute ein bedeutender Nahverkehrsknotenpunkt, der täglich von über 100.000 Fahrgästen genutzt wird. Hier halten sowohl Fern- und Regionalzüge, als auch U- und S-Bahnen.
Zwischen Bahnhof und Zoologischem Garten befindet sich der größte Busbahnhof Berlins, der aber ausschließlich von der
BVG, also dem Öffentlichen Nahverkehr, genutzt wird.
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