Anna von Preußen
Anna von Preußen wurde am 3. Juli 1576 in Königsberg geboren und starb am 30. August 1625 in Berlin.
Ihre Eltern waren Herzog Albrecht Friedrich von Preußen (1553-1618) und Marie Eleonore (1550-1608), Tochter des Herzogs Wilhelm dem Reichen von Jülich-Kleve-Berg
Am 30. Oktober 1594 heiratete Anna in Königsberg
Johann Sigismund (1572-1619), den späteren Kurfürsten von Brandenburg aus dem Hause
Hohenzollern. Das Paar hatte acht Kinder, von denen drei das Erwachsenenalter nicht erreichten.
Anna war keine schöne, aber eine temperamentvolle und höchst durchsetzungsfähige Frau, die ihrem Gatten geistig überlegen war und auf seine Politik großen Einfluss nahm.
So vertrat sie im Jülich-Klevischen Erbfolgestreit im Alleingang erfolgreich die Interessen der Hohenzollern.
Als ihr Gatte im Jahre 1613 zum Calvinismus konvertierte, folgte Anna diesem Schritt nicht sondern machte sich stattdessen zur Fürsprecherin der Lutheraner und zur Verteidigerin des lutherischen Glaubensbekenntnisses. Somit erwies sie sich als Garantin für das Fortbestehen der lutherischen Konfession in Brandenburg.
Aber nicht nur ihrem Gatten gegenüber behauptete Anna ihre politischen Interessen sondern auch gegenüber ihrem Sohn
Georg Wilhelm. Nachdem dieser nämlich im Jahre 1619 die Regentschaft übernommen hatte, verheiratete Anna, eine erklärte Gegnerin der Habsburger, ihre Tochter Maria Eleonore am 25. November 1620 ohne Wissen ihres Sohnes mit Gustav Adolf von Schweden und untergrub damit die Authorität des Kurfürsten nachhaltig.
Nach ihrem Tod im Jahre 1625 wurde Anna im Königsberger Dom beigesetzt.
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